Diese Begebenheit berichtet uns die Bibel in Markus 5,25-34.
So kennen wir Jesus: immer dabei, was Gutes zu tun. So auch dieses Mal: Jesus ist zielstrebig unterwegs (und mindestens wohlwollend gedrängt), um zum Krankenbett eines todkranken Mädchens zu eilen. Doch plötzlich hält er inne. Er hält so sehr an, dass der ganze Zug all jener, die ihn umgeben, anhalten müssen.
Was ist passiert? Keiner hat etwas Auffälliges gesehen. Aber Jesus hat sie gespürt. Diese Berührung des Glaubens. Eines Glaubens, der irgendwie auch abergläubisch ist. Eine Frau, die aufgrund einer chronischen Krankheit Tiefen Schmerz als Dauerzustand gewöhnt war, war nun überzeugt das Gewand Jesu zu berühren.
Eigentlich ist es ja Jesus und nicht seine Kleider, die heilen. Vielleicht ist das der Grund, dafür das Jesus innehält und fragt:
„Wer hat mich angerührt?“
Eine Frage, die angesichts der zahlreichen Leute, selbst den treuesten Jüngern Jesu mindestens als unpassend erscheint.
Aber eine Frau in der Menge weiß ganz genau, was passiert ist. Ihr ist klar, dass sie sich nun outen muss. Ob Jesus sie wohl „enttarnt hätte“, wenn sie einfach weiter geschwiegen hätte? Womöglich nicht, aber die Frau spürte den unwiderstehlichen Drang, zu gestehen.
Etwas war hier nämlich wirklich zu gestehen. Eine willentliche Berührung durch eine Unreine Person war ein gesellschaftliches Tabu. Womöglich ließ sich Ihre Unreinheit verbergen. Aber wenn sie gestand, wurde der ganzen Menge klar, dass sie ein gesellschaftliches Tabu gebrochen hat.
Doch sie tritt vor und bekennt! Und nun wird aus einem leicht abergläubisch angehauchtem Glauben ein Bekennerglaube….
Adventsimpuls
Wir dürfen immer darauf hoffen, dass Jesus unserem schwachen Glauben aufhelfen möchte.
Frage für den Tag
Wo kannst du Jesus auch in deiner Schwäche finden?

