Diese interessante Begegnung berichtet uns die Bibel in Johannes 8,1-11.
Das war nun wohl wirklich etwas Peinliches! Erwischt mitten beim Fremdgehen. Halb entkleidet wird diese Sünderin von wachsamen Gesetzeshütern zu Jesus geschleppt.
Dabei geht es um die Besorgnis um die Gesetzestreue, nur eine scheinbare. Mit dieser kleinen schmutzigen Geschichte will man vor allem Jesus eine Falle stellen. Das Gesetz Gottes hat ein klares Urteil für Ehebruch: die Todesstrafe. Wird Jesus nun seine Integrität verlieren.
Jesus lehnt den Konflikt ab. Da ist es ja sinnvoller im Sand zu kritzeln, als mit Heuchlern zu debatieren! Und Jesus fängt an im Sand vor ihm mit dem Finger zu kritzeln.
Doch die Ankläger lassen nicht locker. Sie fordern eine Entscheidung! Ist Jesus etwa die begangene Sünde egal? Da endlich Jesus anfängt, eine Antwort zu geben. Es ist nicht die Antwort, die die Sünderin oder die Ankläger erwartet haben:
„Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.“
Jesus sagt: Die Schuld ist real, aber wer soll denn richten dürfen außer Gott? Die Schuld ist real, aber gibt es etwa keinen anderen Ausweg aus der begangenen Schuld als die Bestrafung?
Die Ankläger sind überführt und verlassen einer nach dem anderen die Bühne. Nur die Frau bleibt vor Jesus stehen.
„Auch ich verurteile dich nicht!“ – sagt Jesus zur Sünderin. Während Jesus der Einzige war, der den Stein wirklich werfen dürfte, entscheidet er sich zur Vergebung. Damit entscheidet er sich, den Steinwurf selbst anzunehmen. Nur noch wenige Monate sollten vergehen, bis Jesus genau diese Steinwürfe, die die Sünder verdient haben, empfangen sollte. Das soll am Kreuz Golgatha geschehen.
Adventsimpuls
Advent, das bedeutet: Jesus ist gekommen, um sich zwischen uns und unserer verdienten Bestrafung zu stellen!
Frage für den Tag
Wo trägst du etwas mit dir, das dich selbst anklagt – und darf Jesus heute zwischen dich und dem Stein treten?

