Worte des Heils (3): Der Herr erweckte ihnen einen Heiland

Die Blendung Simsons (Rembrandt van Rijn)

Heute möchte ich darüber nachdenken, wie zentral der Gedanke eines rettenden Gottes im Buch Richter ist. Dabei zeichnet sich das Volk vor allem durch Bundesbrüche aus. Doch unterschiedliche “Heilande”, oder Richter werden berufen. Der Ablauf, der die Erzählungen prägt, ist dabei immer identisch: Das Volk wendet sich vom Herrn ab, der Herr bestraft das Volk, es ruft zum Herrn, und der Herr beruft Richter, die die Erlösung bewirken. Doch schon bald ist das Volk erneut abgefallen, zumeist tiefer, als davor. Ein Teufelskreis? Dem hält Gottes Wort entgegen, dass es dem HERRN nicht schwer ist, durch viel oder durch wenig zu helfen (zu retten) (Vgl. 1. Sam. 14,6).

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Worte des Heils(2): Das Vertrauen des Messias

Mit einem Freund und Bruder haben wir vor einigen Tagen den 16. Psalm betrachtet. Petrus macht in seiner Pfingstpredigt ganz klar deutlich: “David spricht von IHM” (Apg. 2. 24).

Das scheint mir der Schlüssel für den ganzen Psalm zu werden. Ohne Christus bleibt nur eine moralistische oder eine gesetzliche Auslegung. Mit Christus aber entdecken wir die Zusagen des Heils. Ich habe darüber in der heutigen Folge von Worte des Heils nachgedacht:

Eine Viertelstunde über einen Gläubigen in Schwierigkeiten

Victor Wolfvoet II, Lots Flucht aus Sodom, (c) gemeinfrei
Victor Wolfvoet II, Lots Flucht aus Sodom, (c) gemeinfrei

Lot wird spektakulär in apokalyptischen Zuständen bewahrt. Dabei hat er das alles andere als verdient. Nicht nur, dass es seine Entscheidung war, nach Sodom zu ziehen, als er mit den Sodomitern in Schwierigkeiten (Gen. 14) gerät und fulminant von Abraham gerettet wird, kehrt er nicht zu den abrahamitischen Verheißungen zurück, nein, sein Weg führt stracks nach Sodom zurück, diesmal nicht nur in die Nähe, sondern mitten hinein in die Stadt. Wäre da nicht die Fürsprache Abrahams… (zum Download)

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Eine Viertelstunde über Apg 5,13

Eigentlich waren Sie Juden, die einfach nur daran glaubten, dass Jesus Christus die Erfüllung der Verheißungen des AT ist. Kulturell bestanden keine weiteren Unterschiede, ja man versammelte sich sogar in denselben Räumlichkeiten wie das “Mainstream-Judentum”. Wer die Halle Salomos (Apg. 5,12) jedoch betrat, dem konnte die Christozentrik dieser ersten Jünger Christi nicht entgehen. Ob Brotbrechen, ob Gemeinschaft, Gebet oder die Lehre der Apostel, alles drehte sich um das Werk Christi und die Gerechtigkeit die aus dem Glauben an ihn, strömte. Das für Selbstgerechtigkeit dabei wenig Platz bleibt, haben einige Verse zuvor bereits Hananias und Saphira schmerzlich erfahren…

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Wie Jesus dir in deiner Not helfen kann? – Predigt von Danny Fröse

Spannend finde ich, dass gerade Markus 9,24 zur Jahreslosung “gelost” wurde. Es ist einer meiner Lieblingsverse und sicherlich ein Vers, der sehr gut in unsere Zeit passt, vor allem wenn man den Kontext betrachtet. “Wenn du etwas vermagst…!”, genau so redet der moderne Mensch mit Gott. Er beansprucht ein Recht auf Unglauben und empfindet seinen Zweifel als gerechtfertigt. Das kann in der Tat nur Gnade durchbrechen.

Vor einigen Tagen besuchte ich die EFK Bad Krotzingen, in der Danny Fröse über diesen Text gepredigt hat. Danny und seine Frau Rahel, sind Missionare aus Albanien. Über ihren Dienst bloggen sie ausführlich und auf angenehme Weise, christusallein hat den Blog besprochen.

Die Predigt findet sich hier: Ich hatte zudem die Möglichkeit kurz mit beiden zu reden. Der Eifer für die Sache, aber vielleicht sogar ein bisschen mehr die Ehrlichkeit der beiden, begeistert. Ich bin mir sicher, dass Gott diese Familie in ihrem Feld Frucht sehen lassen wird.

Man kann diese Aussage natürlich unabhängig vom Kontext betrachten, aber um dem Sinn des Bibeltextes besser auf die Spur zu kommen, ist es besser den Gesamtzusammenhang zu betrachten.

Dies habe ich in meiner Predigt dann getan. Ich habe über die gesamte Geschichte der Heilung eines dämonenbesessenen Jungen gepredigt und ich leitete aus der Geschichte ab, dass Jesus unserer Not begegnen will. Die Predigt nannte ich dann. Wie Jesus dir in deiner Not helfen kann. (…)

Beten Sie für diesen Dienst und erwägen Sie auch, Danny und Rahel zu unterstützen!

Sollte man den Kopf in den Sand stecken?

Ein väterlicher Freund unserer Familie ist todkrank. Ein unheilbarer Krebs hat ihn beinahe von innen aufgefressen. Als Klavierstimmer und Vater von acht Kindern liefert er seine Pflichten mit den allerletzten Kraftreserven ab. Was uns als Familie bewegt ist, dass Viktor F. jede (möglicherweise letzte?) Gelegenheit nutzt, die ihm noch geblieben ist. Und zwar nicht zum jammern über Umstände, die sich eh nicht ändern lassen! Nein, geradezu täglich teilt er über sein Whatsapp-Profil Botschaften des Heils, veröffentlicht Lieder mit seiner Familie und kämpft einen guten Kampf des Glaubens. Für uns durchschnittliche Westler, die nur bereit sind, was zu tun, wenn die Umgebungen zumindest nahezu perfekt sind, eine dringend notwendige Herausforderung.

Sein heute erschienenes Video möchte ich auch mit meinen Lesern teilen:

Weitere vollständige Beiträge, teilweise ganze Predigtreihen zu Bibelbüchern finden sich in seiner Telegramm-Gruppe

Eine Viertelstunde über Apg. 3,24-25

Petrus predigt mal wieder ganz typisch. Die ganz alten Geschichten Abrahams hat er genauso im Blick wie das tagesaktuelle Geschehen in Jerusalem. Für Petrus ist durch die Tat Christi eine völlig neue Zeit angebrochen.

Diesmal nutze ich die 15 Minuten um einen sehr groben Überblick über die zentrale Bedeutung des Bundes für das jüdische Volk und somit für das Verständnis des Alten Testaments zu entwickeln.

Download (rechtsklick –> link speichern unter)

Eine Viertelstunde über die Selbstzufriedenheit

Ich halte die Zufriedenheit mit sich selbst für das Hauptleiden des konservativen Evangelikalismus. Darüber dachten wir gemeinsam in der Gemeinde auf der Gebetsstunde nach. Die Frage ist also nicht nur, ob Veränderung möglich ist, sondern auch notwendig ist. Die Bibel bejaht beides und sieht in Stolz einen Widerstand gegen die Autorität Gottes. Das dürfte ein lebenslanges Kampffeld werden.

Eine Viertelstunde über Kol 3,2

 

Diesen Dienstag betrachtete ich Kol 3.2:

Leben in Christus

Kol 3,1-12 reiht sich in ein häufiges Motiv ein, dass Paulus regelmäßig in seinen Briefen bespricht: Der Gläubige ist gestorben (dem System der Sünde) und lebt nun im Geist/in Christus. (Vgl. auch Röm 6,1-14; 1 Kor 15,22; Eph 2,1-10). Insgesamt fasziniert die Dringlichkeit des Aufrufs zur Heiligung

Keine Askese

Ein “Trachten nach dem Himmlischen” ist kein Leben als Eremit oder Asketiker. Nur einige Verse davor wendet sich Paulus gegen eine “engelhafte Frömmigkeit” und ein asketisches Leben (Kol 2,16.18.21-22)

Gesalbt mit dem Geist Christi

Was ist denn überhaupt oben zu finden? Nun wir finden, Christus zur Rechten des Vaters! Aufgrund der Kürze der Zeit und der besseren Übersicht verfolge ich dieses Trachten gemäß der Ämter Christi (König/Priester/Prophet), die er auch mit uns auf gewisse Weise teilt (Vergleiche hierfür auch Frage 31 und 32 im Heidelberger Katechismus)

Hier geht es zum Audiofile:

 

Eine Viertelstunde über Kolosser 1.9-10

Auf unserer Gemeinde-Bibelstunde wurde ich gebeten fünfzehn Minuten über Kol. 1.9-10 nachzudenken:

Der Abschnitt ist natürlich in ein grandioses Gebet von Paulus eingebetet! Wie so oft verknüpft er Lehre, Ethik und Gebet in eine kaum zu entwirrende Einheit. Triumphierend wird die Überlegenheit Christi verkündigt, so wie im ganzen Kolosserbrief. Doch zunächst fiel mir die Wachstumsspirale auf, um die Paulus betet; Eines führe zum Nächsten: Erkenntnis des Willen Gottes –> Würdiges Leben vor dem Herrn –> Frucht bringen in jedem Werk –> Wachsen in der Erkenntnis.

Was bei der Erkenntnis anfängt, führt durch eine veränderte Praxis zu einer neuen Erkenntnis. Für einen Dualismus zwischen Theorie und Praxis bleibt da kein Raum. Auch bleibt wenig Platz für eine Mystifizierung des Bekerungserlebnisses als Ziel für Heiligung.

Im zweiten Teil der Predigt konzentriere ich mich darauf, was diese Wachstumsspirale unterbrechen kann. Ich denke, wenn das Wort Gottes nicht erst ins Herz dringt, und so Erkenntnis unterbunden wird, dann gibt es im Leben des Menschen auch nichts, was Frucht bringen kann. Neben Eisegese, Gleichgültigkeit gibt es weiteres Fehlverhalten gegenüber dem Wort Gottes: Man fixiert sich auf einige vertraute Autoritäten, liest den Text für den Anderen etc… Echte Erkenntnis Gottes bleibt da fern. Insgesamt war ich so angetan von dem Text, dass ich die vorgegeben 15 Minuten leicht überzogen habe: