Eine Viertelstunde über einen todsicheren Pfeil

Ich habe für meine Viertelstunde diesmal ein neues Format ausprobiert und nur eine kommentierte Schriftlesung durchgeführt (Nämlich 1. Kön. 22). Leider ist es mir nicht so ganz gelungen, die Kerngedanken sauber darzustellen, aber auch um der Transparenz willen, möchte ich weniger gut gelungene Beiträge veröffentlichen.

Nachgedacht habe ich über diese Fragen:

  • Wie steht König Ahab zur Wahrheit?
  • Wie kommuniziert Micha Wahrheit in einem Moment, in dem keiner auf diese hören möchte?
  • Lässt sich Gottes Urteil vermeiden?

Ahabs Geschichte hat mich schon immer in besonderer Weise fasziniert. Ich habe an dieser Stelle über Ahab, Isebel und Naboth nachgedacht.

Audio – Aus den Globdrop Letters: Predigten, die Satan gefallen!

Zum Text geht es hier entlang!

Bei der Erziehung geht es um Wertschätzung – Audio

Der Artikel ist in Textform bereits erschienen. Da wir in Zukunft vermehrt Audio-Beiträge veröffentlichen wollen, findet sich dieser Beitrag auch als Teil des (umgebauten) Podcasts “Sehnsucht nach Gott”.

Und natürlich auch direkt hier unten zum anhören.

Eine Viertelstunde über Gottes souveränes Walten in der Heilsgeschichte

Auf der Bibelstunde habe ich über Apg. 13,20-22 nachgedacht. Die Verse sind in die erste uns überlieferte Predigt von Paulus eingebunden: Paulus beschreibt Gottes souveränes Weiterentwickeln seines Heilsplanes trotz beschämender Stationen für das erwählte Volk: 400 Jahre Richterzeit, von denen einer den nächsten im Versagen überbot. Das Projekt eines Königtums auf Eigeninitiative mit Saul ist ebenfalls zum Scheitern verurteilt. Offensichtlich entwickelt Paulus die Messiaserwartung in seiner Predigt vor allem antithetisch. In dieses Model wollte aber das ungewöhnlich gute Abschneiden von David in V. 22 nicht ganz passen. Bis ich mir Ps. 89 genauer angeschaut habe….

 

Vorlesung von Hanniel Strebel zur “Reformed Ethics” von Herman Bavinck

Hanniel Strebel hat sich wieder ins Zeug geworfen und die “Reformed Ethics”, ein Manuskript von Herman Bavinck, dass erst 2008 in einem Archiv in Amsterdam entdeckt wurde, kommentiert.

Insgesamt finden sich 13 Beiträge à ca 30 Minuten nun auch als Podcast auf den üblichen Kanälen zu abonnieren (Einfach auf die unteren Links klicken, nachdem man das Lieblingsmedium seiner Wahl gewählt hat):

  • iTunes
  • Spotify
  • Google Podcaster (Genehmigung steht aktuell noch aus)

Natürlich kann man die Folgen auch hier anhören und downloaden: „Vorlesung von Hanniel Strebel zur “Reformed Ethics” von Herman Bavinck“ weiterlesen

Auslegung oder Auflegung

Eine Predigt von John Piper, gehalten am 18.06.2020 unter dem Titel: Exposition or Imposition – How Gospel-Centered Preaching Can Go Wrong (18.06.2020). Übersetzt von Abijah Hesse. (Download als .pdf)

Den Titel, den ich für diese Predigt erhielt, lautet „Die Evangeliumspredigt als Erläuterung der ganzen Bibel“. Und so interpretiere ich diesen Titel: Es wird davon ausgegangen, dass wir in unserer Predigt als Pastoren „die ganze Bibel darlegen“ sollten. Das ist eine gute Annahme. „Die ganze Schrift ist. . . ertragreich“, sagte Paulus (2. Timotheus 3, 16). Und dann, drei Verse später, sagte er im natürlichen Fluss seines Denkens: „Predige das Wort!“ (2. Timotheus 4, 2). Ich verstehe in diesem Zusammenhang „das Wort“ als nichts weniger als das inspirierte Wort: „die ganze Schrift“. Alle Schrift ist von Gott eingehaucht und ertragreich (2. Timotheus 3, 16). Predige sie. Verkünde sie. Mach sie bekannt. Erkläre sie. Erkläre die ganze Bibel.

Aber wenn mein Titel „die Erklärung der ganzen Bibel“ im Blick hat, bedeutet das nicht: „Erkläre jeden einzelnen Vers der Bibel.“ Niemand kann das in einem Leben tun. Nicht, wenn du das Wort erklären /erläutern ernst nimmst. Stattdessen bedeutet es: Durchquere in deinen vierzig oder fünfzig Jahren der Darlegung die gesamte Bibel und nimm Texte von irgendwo und allerorts auf, so wie der Geist führt, die Zeiten es erfordern und deine Gemeinde es braucht. Weil alles inspiriert und profitabel ist. Die Erklärung der gesamten Bibel wird uns Christen hundertmal mehr nützen als unsere klugen oder kreativen Überlegungen zum Stand der Religion, Kultur oder Politik.

„Denn alles Fleisch ist wie das Gras,
und all seine Pracht wie die Blume des Feldes.
Das Gras verdorrt und die Blüte fällt ab, 
das Wort des Herrn aber bleibt in Ewigkeit.“ (1. Petrus 1, 24-25)

Eure Gemeinde braucht euch, um durch anbetungsvolle Erklärungen zu verstehen, was Bibelpassagen bedeuten. Erklärung und Jauchzen ist das, was sie von euch brauchen. Wahrheit und Leidenschaft. Weisheit und Anbetung. Lehre und Freude. Aus jedem nur denkbaren Text der Bibel. Das ist es, was ich in der zweiten Hälfte meines Titels: „Die Erläuterung der ganzen Bibel“ verstehe. „Auslegung oder Auflegung“ weiterlesen

Mal was anderes: Cello-Musik

Ein paar Jugendliche haben mir ihre hochwertigen (so will ich bei der vorhandenen Ausrüstung meinen) Audio-Aufnahmen zur Verfügung gestellt, die ich hiermit kostenfrei zum Download anbieten darf. Da ich gerne auch den Text eines Liedes mitsingen möchte, habe ich zu den meisten Liedern auch den Text ausfindig machen können, siehe die Tabelle unter der Wiedergabeliste. Viel Freude beim Hören! Wer den Jungs gutes Equipment gönnt, darf mir gerne eine Paypal-Überweisung mit Angabe “Cello” auf pauli.sergej @ gmail.com tätigen.

Hinweis zum Nutzungsrecht: Soweit ich das verstehe, darf ich die Lieder hier nach bestem Wissen und Gewissen  verteilen, sollte unerwartet ein Lizenzproblem vorliegen, bitte ich um freundlichen Hinweis diesbezüglich.

„Mal was anderes: Cello-Musik“ weiterlesen

Die absolute Souveränität Gottes

Worum geht es in Römer 9?

Ein Artikel von John Piper, The Absolute Sovereignty of God  vom 03.11.2002. Übersetzt von Viktor Zander. Download als .pdf

Ich sage die Wahrheit in Christus, ich lüge nicht, wobei mein Gewissen mir Zeugnis gibt im Heiligen Geist, dass ich große Traurigkeit habe und unaufhörlichen Schmerz in meinem Herzen; denn ich selbst, ich habe gewünscht, verflucht zu sein von Christus weg für meine Brüder, meine Verwandten nach dem Fleisch; die Israeliten sind, deren die Sohnschaft ist und die Herrlichkeit und die Bündnisse und die Gesetzgebung und der Gottesdienst und die Verheißungen; deren die Väter sind und aus denen dem Fleisch nach der Christus ist, der über allem ist, Gott, gepriesen in Ewigkeit. Amen. (Römer 9,1-5)

Es gibt zwei Erlebnisse in meinem Leben, die Römer 9 zu einem der wichtigsten (wenn nicht sogar zu dem wichtigsten) Kapitel in der Bibel machen, und zwar dahingehend, wie es die Art geformt hat, wie ich über alles denke, und wie ich in den Dienst geführt wurde. Eines spielte sich im theologischen Seminar ab und stellte meine Gedankenwelt auf den Kopf. Das andere Erlebnis geschah im Herbst 1979 und führte dazu, dass ich zum Dienst in diese Gemeinde kam. „Die absolute Souveränität Gottes“ weiterlesen

Eine Viertelstunde über einen unfassbar frommen Heiden (Apg. 10,3-6)

Auf der Bibelstunde habe ich darüber nachgedacht, warum

  • gerade diese Begebenheit Lukas so wichtig ist, dass er sie mehrfach wiederholt
  • Lukas so viel Energie darauf verschwendet, die Frömmigkeit des Kornelius zu unterstreichen
  • und warum Gott sein Evangelium nicht durch Engel verkündigt

Charles H. Spurgeon: Der gekreuzigte Christus

Eine Predigt, gehalten am Sonntagabend zu Beginn des Jahres 1858 von C.H. Spurgeon in der New Park Street Chapel in Southwark (Download als .pdf):

Korinth befand sich in Mitten eines Volkes, das Eloquenz und Weisheit bewunderte. Der Brief wurde im Zeitalter der Redner und Philosophen verfasst. Der Apostel Paulus war ein Mensch tiefer Gelehrsamkeit – er wurde an den Füßen Gamaliels in aller Weisheit des Ostens ausgebildet. Wir können uns sicher sein, dass er ein sehr begabter Mensch war, denn, obwohl seine Schriften durch den Heiligen Geist inspiriert wurden, hat der Heilige Geist gerade Ihn als Sein Instrument wählte. Einen Menschen, der offensichtlich die Fähigkeit für tiefes und kraftvolles Denken und Argumentieren besaß. Auch bezüglich seiner Redefähigkeit glaube ich, dass wenn Er sich entscheiden würde, diese zu trainieren, sie von erstklassiger Qualität wären, denn wir finden in einigen seiner Briefe eine Eloquenz, die alles, was je von den Lippen Ciceros[1] oder Demosthenes[2] fiel, überragt.

In den Gedanken eines einfachen Menschen, der eine solche Stadt wie Korinth betritt, besteht die Versuchung, zu sich selbst zu sagen: „Ich will mich bemühen, meine Redefähigkeit auszubauen. Ich habe ein gesegnetes Evangelium zu predigen, das der höchsten Gaben wert ist, die ich diesem überhaupt weihen kann.“ Paulus könnte so denken: „Ich bin redebegabt. Ich muss nun alles daransetzen, meine Predigten aufzupolieren und meine Ansprachen so einzukleiden, um alle Redner, die gerade die Korinther fesseln, überbieten zu können. Das will ich natürlich besten Gewissens tun, denn ich werde meine Absicht im Auge behalten, Jesus Christus zu predigen – und ich werde Jesus Christus mit einer derartig edlen Sprache verkündigen, dass es mir gelingen wird, mein Publikum dazu zu bewegen, über das Evangelium nachzudenken.“ „Charles H. Spurgeon: Der gekreuzigte Christus“ weiterlesen