Ein neuer Podcast: “Martin Luther über…”

Manuel ist so freundlich gewesen, meine unterschiedlichen Texte mit Zitatsammlungen von Martin Luther aufzunehmen. Mittlerweile sind bereits fünf Folgen entstanden.  Langfristiges Ziel ist die Entwicklung eines Podcasts. So wie ich das verstehe, muss zumindest eine Folge dafür veröffentlicht werden, was hiermit geschieht.

Dieser Artikel erschien zuerst am 17.03.2020 auf NIMM-LIES und betrachtet Martin Luthers Aussagen über die Pest.

Martin Luthers Predigt von der Buße

Im Andachtsbuch “Aus der Tiefe rufe ich her zu dir” (Andacht vom 15. Mai) habe ich den Hinweis zu dieser Predigt Luthers gefunden, die, so weit ich ermitteln konnte, in den populär und frei zugänglichen Sammlungen von Luthers Werken nicht verfügbar ist. Ich habe den Text aus der Frakturschrift kopiert und etwas mehr ins Hochdeutsche gebracht (pdf, docx, epub, mobi).

Luther ist hier at his best. Noch ganz katholisch setzt er sich fest für die Absolution ein, arbeitet aber schon ganz klar am “Sola Fide”. So schreibt er:

“Es fällt also dahin der Irrtum derer, die da sagen, dass die Sakramente des neuen Gesetzes in der Weise wirksame Gnadenzeichen seien, dass, wenn auch einer schon keine rechte Reue, sondern nur einen Reueanflug hätte, wo er nur nicht ein Hindernis durch eine wirkliche Sünde oder den Vorsatz zum Bösen entgegen stellte, so könne er Gnade erlangen. Ich aber sage dir, wenn du auch mit einer rechten Reue hinzugingest, aber nicht glaubtest an die Absolution, so gereichen dir die Sakramente zum Tod und zur Verdammnis. Denn der Glaube ist notwendig; um wie viel weniger genügt also ein Reueanflug oder die Nichtsetzung eines Hindernisses; endlich aber gibt es keinen solchen in der ganzen Welt, der nicht ein Hindernis entgegensetzte, ohne allein, der da glaubt, da allein der Glaube rechtfertigt, und „wer zu Gott kommen will, der muss glauben” (Hebr. 11, 6.). Denn jener gemeine Spruch ist ganz wahr und richtig: „Nicht das Sakrament, sondern der Glaube an das Sakrament rechtfertigt”; oder wie St. Augustinus sagt: „Das Sakrament wirkt nicht, weil es geschieht, sondern weil es geglaubt wird.” Wenn aber das Sakrament nicht rechtfertigt, sondern der Glaube an das Sakrament, um wieviel weniger rechtfertigt die Reue oder die Nichtsetzung eines Hindernisses; sondern allein der Glaube!”

Sehr treffend durchschaut er auch unsere Versuche unsere Reue als gutes Werk statt als demütigen Glauben zu verkaufen: „Martin Luthers Predigt von der Buße“ weiterlesen

Worte des Heils(9): Gideon zwischen Gott und Götzen

Heute wollen wir den zweiten Teil von Kapitel 6 im Buch Richter betrachten (V.25-40). Dabei gehen wir diesen beiden Fragen nach:

a) Welche Rolle spielt Götzendienst in unserem und in Gideons Leben?

b) Sollen wir um Zeichen bitten?

Eine Viertelstunde über eine unerwartete Vergebung der Sünde

File:Brooklyn Museum - The Palsied Man Let Down through the Roof (Le paralytique descendu du toit) - James Tissot - overall.jpg

Die Heilung des Gelähmten in Mt. 9,1-8 berichtet Matthäus uns deutlich kürzer als Markus. Ich habe versucht diesen Fragen nachzugehen:

  • Warum erzählt Matthäus diese Begebenheit so völlig anders als unser Kinderstundenleiter?
  • Was ist unser größtes Problem?
  • Was bedeutet es, dass einem die Sünden vergeben werden?
  • Wie schwer ist es, Sünde zu vergeben?
  • Was erzählte der Geheilte seiner Familie?
  • Was nützt uns die Vergebung der Sünden?
Höre rein und sag mir deine Meinung!

Worte des Heils (7): Ungewöhnliche Frauen und feige Männer in einem kosmischen Krieg – Richter Kapitel 4-5

Nun sind die Feinde also in das Kernland des verheißenen Landes vorgedrungen. Plötzlich nähren sich die Kanaaniter vom Milch und Honig des Landes, ausgerüstet mit einer endzeitlichen Kriegsmaschinerie. Doch Deborah ermutigt Barak, dem Herrn zu vertrauen. Der Glaube erweist sich hier als Türöffner für einen schnellen, fulminanten und unerwarteten Sieg. Der Feindliche General kommt dabei auf eine besonders schmähliche Weise um. Ach ja, natürlich mal wieder mit einem klassischen Gemälde, schön blutig:

Eine Viertelstunde über Apg. 7,30-33

Stephanus’ Predigt in Apostelgeschichte 7 erinnert mich an den Film Inception. In diesem können die Protagonisten in Träume eindringen und erneut einschlafen, um einen Traum im Traum zu erleben. Es entwickeln sich verkettete Instanzen. So predigt Stephanus ausführlich über Ereignisse des Volkes Gottes, vor allem in Ägypten und Sinai. Gleichzeitig haben wir als Zuhörer aber auch den Bericht des Lukas über dieses Bekenntnis des Stephanus vor den Hohen der Juden. Diese ungewöhnliche Darstellung ist einerseits schwierig zu knacken, aber gleichzeitig auch äußerst anregend. Mein Versuch zu den Versen 30-33 im Kapitel dreht sich vor allem um die Zentralität der Offenbarung Gottes.

Biblische Ratschläge über Ängste

Ich freue mich über jeden Blogger der das Evangelium verbreitet. Das macht seit einigen Wochen auch mein Freund Manuel via Youtube, der auf seinem Channel euangelion bereits einige hilfreiche Beiträge veröffentlicht hat. In besonder Weise möchte ich auf die Übersetzung eines Beitrags von P.D. Tripp über Ängste hinweisen. Manuel hat mir freundlicherweise seine Übersetzung zur Verfügung gestellt. Ich freue mich bereits jetzt auf weiteres Material!

Den Text findest du hier zum download:

Biblische Ratschläge über Ängste

Worte des Heils (6)

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Ich liebe die Geschichte Ehuds in besonderer Weise. Möglicherweise auch deswegen, weil unsere Kinder allesamt Linkshänder sind. Aber haben wir es in dieser Geschichte wirklich nur mit einem listigen Assassinen zu tun, oder hat die Erzählung auch mehr zu bieten? Um das zu erfahren, höre meinen Podcast:

Worte des Heils (5): Gott steht zu seinem Bund – Richter Kapitel 2

Heute habe ich über das zweite Kapitel nachgedacht:

Der Engel des Herrn erscheint und weist das Volk Israel auf den Bundesbruch hin. Hier ist ein Ausgangspunkt für das Verständnis des ganzen Buches der Richter. Entsprechend wird auch der Musterzyklus: Abfall-Bestrafung-Hilfeschrei-Befreiung erklärt, der die darauf folgenden Richter-Erzählungen durchzieht. Doch warum ist eigentlich das Volk derart verzogen? Überall entdecken die Israeliten Götzen, die sie nur allzu gerne anbeten möchten. „Worte des Heils (5): Gott steht zu seinem Bund – Richter Kapitel 2“ weiterlesen