Die Zweite Eva

 Ein Artikel von von Rachel Jankovic: „The Second Eve“, erschienen  am 15. Mai 2020, übersetzt von Elisabeth Sovkov (Download als .pdf)

Ich glaube, es gibt keine traurigere Geschichte in unserer Weltgeschichte als das Ereignis in 1.Mose 3. Während die Tatsachen des Sündenfalls in Kürze festgehalten werden, ist das, was wir dort lesen, der Ursprung allen menschlichen Leids und Todes, aller Krankheiten und Herzschmerzen. Alles Traurige was jemals passierte, begann dort. Wir lesen von der zerstörten Beziehung zwischen der Menschheit und Gott und wie das einen Einfluss auf die Beziehung zwischen Mann und Frau als auch auf unsere Arbeit und auf unsere Welt besitzt (1.Mo. 3:16-19).

Aber auch in dieser Einleitung von Tod und Not, gibt es ein Licht. Geburten werden uns viel Schmerz bringen – aber dieser Fluch nimmt uns nicht die Freude an unseren Kindern. Es gibt zwar Schmerz, aber da ist auch viel Schönheit und Hoffnung inbegriffen. Zwar sind Spannungen in die Beziehung zwischen Mann und Frau gekommen, doch wurde die Liebe nicht beseitigt. Selbst im Fluch gab Gott uns eine große Hoffnung, dass er diesen ungeschehen machen kann. Gott machte uns für immer zu Feinden der Schlange, aber nicht zu Feinden untereinander (1.Mo. 3:15).  Selbst in diesem abscheulichen Moment, begann er mit seinem großartigen Plan, uns für sich wiederherzustellen. „Die Zweite Eva“ weiterlesen

Lass deine Traum-Gemeinde sterben!

Wie Unzufriedenheit Gemeinschaft zerstört

Ein Artikel von Scott Hubbard: Let Your Dream Church Die. Erschienen am 02.08.2020. Übersetzt von Viktor Zander, mit freundlicher Genehmigung von desiring God (Download als .pdf).

„Herr, ich möchte dich jetzt für Kevin bitten …“

Wer ist Kevin? Das war mein erster Gedanke. Ich hatte die Augen geschlossen, den Kopf gesenkt und ging im Kopf die Namen der neuen Hauskreismitglieder durch und fragte mich, wie ich Kevin übersehen konnte. Nach einigen Augenblicken merkte ich, dass Kevins Gebetsanliegen ziemlich stark meinen eigenen ähnelten.

Dann blickte ich es: Er betete für mich. Ich war Kevin.

Jeder, der schon lange Teil einer christlichen Gemeinschaft ist, kann von solchen peinlichen Momenten erzählen. Ab dem Moment, in dem man beginnt, sich in eine Gemeinde zu investieren, umgibt man sich mit Menschen, die einem manchmal auf die Nerven gehen können. Menschen, die immer ganz genau gegen den Takt klatschen. Menschen, die sagen: „Wir sollten uns unbedingt treffen“, und dann offensichtlich alles vergessen. Menschen, die einen Kevin nennen.

Sicher, die meisten von uns können solch banale Enttäuschungen leicht wegstecken. Die wirklichen Schwierigkeiten kommen erst, wenn solche Banalitäten richtig ermüdend werden. Wenn du lange genug in einer christlichen Gemeinschaft bleibst, dann wirst du dich selbst nicht genug wertgeschätzt und übersehen fühlen. Vielleicht wirst du alle möglichen ungebetenen „Ratschläge“ bekommen. Vielleicht verhedderst du dich in allerkleinlichsten Konflikten. Das alles kann sich verschlimmern.

Wenn uns ausreichend solcher Provokationen begegnen, dann kommen die Nebel der Ernüchterung auf. Wir beginnen uns dann womöglich zu fragen, ob wir in der falschen Gemeinde sind. „Lass deine Traum-Gemeinde sterben!“ weiterlesen

4 Grundsätze für das Gespräch mit deinen Kindern über Sex

Ein Artikel von Julie Lowe. Erschienen am 08.07.2020 unter dem Titel: „4 Principles for Talking to your Kids about Sex” bei CCEF. 

Download als .pdf

Wie wohl fühlt ihr euch als Eltern, wenn ihr mit euren Kindern über Sex sprecht? Nicht so gut? Warum nicht? Gott hat Sex geschaffen, um uns zu segnen – Warum ist es so schwer, darüber zu sprechen?

Für viele ist es ihr eigenes Unbehagen mit diesem Thema. Vielleicht bist du in einer Umgebung aufgewachsen, in der darüber nicht gesprochen wurde, oder selbst wenn, dann war das Thema eindeutig beschämend und unangenehm. Vielleicht fühlst du dich auch unwohl, weil du nicht sicher bist, was man wie sagen soll. Was auch immer der Grund sein mag, das Vermeiden des Themas kommuniziert, dass du nicht in der Lage oder nicht bereit bist (oder beides) dieses Thema zu besprechen und deine Kinder werden sich anderswo nach Antworten umsehen. Das hinterlässt sie empfänglich für die Ansichten ihrer Freunde und das Borgen von Konzepten, Haltungen und Bewertungen der Sexualmoral aus der umgebenden Kultur. Dies kann sogar die Gefahr erhöhen, dass sie Opfer von Sexualverbrechen werden, weil sie keinen Filter haben, um zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. „4 Grundsätze für das Gespräch mit deinen Kindern über Sex“ weiterlesen

Vergeude ich mein Leben in einem weltlichen Beruf?

 

Ein Artikel von John Piper im Rahmen der Serie „Ask Pastor John“: Am I wasting my life in a secular job? Ein Artikel vom 24.07.2020. Übersetzung von Ruth Metzger, mit freundlicher Genehmigung von Desiring God.

Download als .pdf.

Audio-Transkript

Die Frage heute kommt von unserem Hörer Joshua. „Hallo, Pastor John! Habe ich als Christ am Ende meines Lebens wirklich alles für Christus getan, wenn ich nicht zum Märtyrer für ihn geworden bin? Zurzeit arbeite ich in einem Handwerksberuf, und allem Anschein nach bin ich erfolgreich auf dem Weg nach oben. Aber seit ein paar Jahren empfinde ich, dass Gott mich vielleicht dazu beruft, in wirkungsvollerer und direkterer Weise für das Reich Gottes zu arbeiten. Es kam mir mehr und mehr so vor, als ob ein Leben in der Arbeitswelt oder in amerikanischen Unternehmen eine Verschwendung von Zeit und Energie ist. Seit mehreren Jahren versuche ich, Gottes Berufung für mein Leben herauszufinden, bisher ohne Erfolg.

Meine Frage ist folgende: Wenn ich mein Leben in einem Beruf verbringe, der nicht direkt dazu dient, das Evangelium zu verbreiten, ist das nicht Vergeudung? Warum sollte Gott mich an einen Arbeitsplatz stellen, der nichts mit der Ausbreitung seines Reiches zu tun hat, sondern meine Energie für die Produktion materieller Güter aufzehrt? Oder noch direkter: Habe ich wirklich alles getan, alle meine Kraft eingesetzt, jede Faser meines Seins dem Reich Gottes geweiht, wenn ich nicht zum Märtyrer für Christus werde?“ Pastor John, was würden Sie Joshua antworten?

Ich habe drei Warnhinweise für Joshua, und dann ein paar Ermunterungen. „Vergeude ich mein Leben in einem weltlichen Beruf?“ weiterlesen

Wie kann ich anderer Meinung sein als mein Mann und mich dennoch unterordnen?

Ein Artikel von John Piper vom 13.07.2020 der unter dem Titel: „how can i disagree with my husband and still submit?” erschienen ist. Übersetzt von Ruth Metzger, mit freundlicher Genehmigung von Desiring God (.pdf-download).

Audio-Transkript

Heute geht es um eine Frage zum Thema Ehe, die eine Zuhörerin namens Mary gestellt hat. „Hallo, Pastor John! Ich weiß, dass von der Ehefrau Unterordnung gefordert ist, und ich habe mich in letzter Zeit sehr bemüht, meine Zunge zu zügeln und mich mit meinem Mann selbst dann einverstanden zu zeigen, wenn ich die Dinge anders sehe. Kürzlich hat er ein neues Auto gekauft. Mein Bauchgefühl sagte mir, dass das keine weise Entscheidung war. Ich habe einmal etwas dazu gesagt, aber es war auch offensichtlich, dass sein Entschluss schon feststand. Also habe ich mich seiner Entscheidung gefügt. Nun zeigt sich, dass mein Bauchgefühl richtig war. Der Kauf des Autos war nicht klug. Jetzt wissen wir das beide. Und nun fühle ich mich verantwortlich, weil ich mich damals nicht mehr bemüht habe, ihn zu überzeugen. Bin ich schuld, weil ich mich nicht nachdrücklicher geäußert habe? Ich würde gerne Ihre Meinung hören: Wie soll eine Frau mit ihren Bedenken umgehen, wenn sie sich unterordnen möchte?“

Bei einer Frage wie dieser ist es entscheidend, die unmittelbare Frage „Bin ich schuld, weil ich nicht nachdrücklicher meine Meinung vertreten habe, als mein Mann im Begriff stand, eine törichte Entscheidung zu treffen?“ in einen größeren Rahmen einzuordnen.  Ich komme nachher auf die Frage zurück. „Wie kann ich anderer Meinung sein als mein Mann und mich dennoch unterordnen?“ weiterlesen

Bei der Erziehung geht es um Wertschätzung

Parenting Is About Treasuring  von Ryan Lister, Veröffentlicht am 13. Mai 2020, übersetzt von Elisabeth Sovkov mit freundlicher Genehmigung von Desiring God (download als .pdf)

Jeder sucht nach Freude. Das betrifft auch unsere Kinder, liebe Eltern.

Hinter all den Sehnsüchten unserer Kinder liegt die Suche nach Freude. Es beeinflusst und leitet alle ihre Hoffnungen, Gefühle und Handlungen. Es hängt sich ihnen förmlich ans Herz. Aus diesem Grund verziehen sie auch ihr Gesicht, wenn man sie daran erinnert, dass sie ihr Dessert erst bekommt, nachdem sie ihr Gemüse gegessen haben und daran, dass ihre Welt nicht davon abhängt, noch fünf Minuten ihr Videospiel zu spielen.

Sobald wir die prägende Kraft der Freude über die Herzen unserer Kinder erkennen, sind wir auf dem besten Weg, unsere Kinder und auch unsere Rolle als Eltern besser kennen zu lernen. „Bei der Erziehung geht es um Wertschätzung“ weiterlesen

Möge sie IHN immer mehr lieben!

Autor: Bobby Scott, Titel: “May She Always Love Him More – The Prayer of Every Christian Husband” Veröffentlicht am 17.04.2020,  Übersetzt von Simon Klippenstein mit freundlicher Genehmigung von Desiring God (download .pdf).

Wenn du deine Frau mehr lieben willst, lerne es, sie dich weniger lieben zu lassen – weniger, als sie Jesus liebt. Jesus erklärt ganz klar: “Wer Vater oder Mutter mehr lieb hat als mich, ist meiner nicht würdig; und wer Sohn oder Tochter mehr lieb hat als mich, ist meiner nicht würdig (Matthäus 10,37, CSV)”. Ohne es ausdrücklich zu erwähnen, enthält die Liste Jesu offensichtlich auch Ehemänner und Ehefrauen (und alle anderen Beziehungen).

Wenn ich ehrlich bin, habe ich es gehasst, im Leben meiner Frau an zweiter Stelle zu stehen. Ich hatte mit Eifersucht zu kämpfen wegen der Zeit, die sie mit unseren sechs Kindern verbrachte, wegen ihrer Verpflichtungen im Dienst, und ja, es ist mir peinlich, das sagen zu müssen, sogar wegen ihrer Zeit in inniger Gemeinschaft mit dem HERRN. Obwohl ich schon länger Pastor bin, als ich verheiratet bin (26 Jahre!), hatte mein Egoismus eine scheinbar endlose Fähigkeit, Gründe dafür zu finden, warum ich die höchste und dringlichste Priorität im Leben meiner Frau sein sollte.

Junge Ehemänner, hier  ist das, was ich darüber gelernt habe (und lerne), ein gottgefälliger Ehemann zu sein, der seine Frau wirklich lieben möchte: Sie soll Jesus mehr lieben als dich. Das wichtigste und dringlichste Bedürfnis in unserem täglichen Leben ist es, Christus über alles zu lieben. Jeder und alles andere muss nach der Liebe zu Jesus an zweiter Stelle stehen – und dazu gehört auch ihre Liebe zu dir.

Deine Frau muss Jesus mehr lieben als sie dich liebt. Und du solltest es wollen. Hier sind ein paar Erinnerungen daran, warum. „Möge sie IHN immer mehr lieben!“ weiterlesen

Pflegeeltern als Missionare vor Ort

Ein Artikel von Julie Lowe: Seeing Foster Parents as Local Missionaries, erschienen 28.Mai 2020 bei CCEF. Übersetzt von Alexander Schneider. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Christian Counseling & Educational Foundation (CCEF) (pdf-download).

Als Christen wissen wir, dass wir dazu berufen sind, uns um Waisenkinder zu kümmern. Deshalb wurde Adoption in der Kirche schon immer sehr hochgeschätzt. Erfreulicherweise gibt es inzwischen ein wachsendes Verständnis für die Komplexität und die Herausforderungen von Adoption und Pflegeelternschaft. Damit hat sich auch die Unterstützung für Pflegeeltern durch die Kirchen verbessert. Gleichzeitig bleiben viele Kirchen unabsichtlich zurückhaltend und passiv, wenn es darum geht, Pflegeeltern zu unterstützen. Wie kommt es dazu?

Als Seelsorgerin habe ich mit vielen Pflegefamilien zu tun, die davon berichten, dass Leute ihnen gegenüber mit einer Mischung aus Bewunderung, Unsicherheit oder Gleichgültigkeit reagieren. Man ist von dem Engagement beeindruckt, gleichzeitig schwingt der Vorwurf der Leichtsinnigkeit mit. Warum um alles in der Welt würde jemand sein Leben und seine Familie für einer solche „Herausforderung“ ausliefern? Andere fürchten sich vor dem Unbekannten. Nur wenige Menschen haben Erfahrungen mit dem Thema und darum scheuen sie vor dem zurück, was ihnen fremd erscheint. Die Medienberichte über die wenigen Fälle, bei denen die Pflegeunterbringung scheitert, helfen da auch nicht weiter.  Andere sind einfach unwissend. Sie sind nicht vertraut mit dem Thema und wissen daher nicht, was nötig oder hilfreich ist. Aber unabhängig davon, warum der Bedarf nicht deutlicher erkannt wird, muss man zugeben: Pflegeeltern stehen in einem wichtigen Dienst und verdienen die Unterstützung durch ihre Kirche. „Pflegeeltern als Missionare vor Ort“ weiterlesen

Biblische Ratschläge über Ängste

Ich freue mich über jeden Blogger der das Evangelium verbreitet. Das macht seit einigen Wochen auch mein Freund Manuel via Youtube, der auf seinem Channel euangelion bereits einige hilfreiche Beiträge veröffentlicht hat. In besonder Weise möchte ich auf die Übersetzung eines Beitrags von P.D. Tripp über Ängste hinweisen. Manuel hat mir freundlicherweise seine Übersetzung zur Verfügung gestellt. Ich freue mich bereits jetzt auf weiteres Material!

Den Text findest du hier zum download:

Biblische Ratschläge über Ängste

“Sie können sich sehr gut in die Gesellschaft einbringen und übernehmen oft Führungsrollen…”

Jael Bischof (Jahrgang 1979) und ihr Mann Marcel Bischof (Jahrgang 1963) leben ein Modell von Bildung zu Hause. Es gibt vermutlich so viele Modelle wie Familien , denn es es ist eine sehr persönliche Angelegenheit, wie genau die Bildung zu Hause aussieht. Ihre fünf Kinder (2006, 2007, 2010, 2014 und 2016) gingen nie zur Schule. Somit kennen sie Unterschied zwischen Schule und Bildung zu Hause nicht. Ich bekam die Möglichkeit, Familie Bischof zu ihren Erfahrungen als Home-Schooler zu interviewen.

Wie kamt ihr als Familie zu dem Entschluss, eure Kinder zu unterrichten?
Ich wurde bereits als Kind (ab der 5. Klasse) zu Hause – vorwiegend von meinem Vater – unterrichtet. Somit kannte ich die Vorteile des individuellen, selbständigen Lernens. Das wollten wir unseren Kindern auch ermöglichen. Es war uns ebenfalls wichtig, dass wir viel Zeit gemeinsam als Familie verbringen können.

Wie sieht euer Alltag aus? Ist man den ganzen Tag im Lern- und Hausaufgaben-Modus?

„“Sie können sich sehr gut in die Gesellschaft einbringen und übernehmen oft Führungsrollen…”“ weiterlesen