Reformierte Theologie

Ich habe einen weiteren der zahlreichen TGC-Essays zu theologischen Themen übersetzt. Entsprechend möchte ich die bisher übertragenen in lexikalischer Form hier sammeln. Aber nun zum jetzigen Essay:

Ein Essay von Carl Trueman. Übersetzung auf Grundlage der Creative Commons License with Attribution-ShareAlike (CC BY-SA 3.0 US). (Download als .pdf)

Definition

Als „Reformierte Theologie“ werden Glaubenssysteme der protestantischen Kirchen bezeichnet, die ihre Ursprünge auf das Werk der Reformatoren wie Huldrych Zwingli und Johannes Calvin zurückführen.

Zusammenfassung

Reformierte Theologie nahm ihren Anfang in der Reformation der Schweiz und stellt eine Reaktion sowohl auf den späten mittelalterlichen Katholizismus, wie auf die lutherische Theologie dar und bricht mit der letzteren in der Frage nach der Präsenz Christi im Mahl des Herrn. Konfessionell definiert wird sie durch die Three Forms of Unity (z.dt.: Drei Formulierungen der Einheit) und die Westminster Standards und unterstreicht die Genugsamkeit der Schrift und die Rechtfertigung aus Gnaden durch Glauben. Dadurch entstehen charakteristische Ansätze in der Christologie, den Sakramenten und der Haltung zu Politik, Kultur und Gottesdienst.


Der Begriff „Reformierte“ Theologie besitzt im gegenwärtigen Leben der Gemeinde und ihrer Theologie eine Bedeutungsvielfalt. Er kann verwendet werden, um die Ansichten jeglicher protestantischer Bewegungen zu beschreiben, die ein weitgehend anti-pelagianisches Heilsverständnis besitzen, wie z.B. die „Young, Restless and Reformed“ – Bewegung. Auf einer eher fachlichen Ebene bezieht sich die Bezeichnung auf protestantische Gemeinde, die sich am Bekenntnisstandard der Three Forms of Unity, den Westminster Standards oder (im Falle reformierter Baptisten) am zweiten Londoner Bekenntnis orientieren. „Reformierte Theologie“ weiterlesen