Audio: Beiträge der Guetli-Freizeit nun online

In der letzten Augustwoche dieses Jahres haben wir mit einigen anderen Familien einige Tage im Freizeitheim Guetli verbracht. Fam. Tanner, Hanniel Strebel und Eduard Klassen haben uns dabei mit Vorträgen versorgt. Wir fanden den Mix aus praktischer, biblischer und systematischer Theologie recht gelungen. Aber macht euch selbst ein Bild:

Beat Tanner: Der Schmuck des sanften und stillen Geistes.

Beat Tanner: Der zweite verlorene Sohn

Beat und Annerös Tanner: Reizt eure Kinder nicht zum Zorn!

Beat Tanner: Die Fülle der Liebe Christi und unser Gebet

Eduard Klassen: Die Königsherrschaft Gottes im Alten und im Neuen Testament

Hanniel Strebel: Verstehst du auch was du liest? – Zugänge zum biblischen Text anhand von Heb 4,4-9 erläutert samt anschließender Q+A Phase.


Mit Gottes Hilfe wollen wir eine ähnliche Freizeit auch nächstes Jahr in der ersten Augustwoche durchführen. Sprecht mich diesbezüglich einfach an.

Wie ist das mit dem Schmuck?

Neulich saß ich einem jungen Mann in Shorts und Unterhemd gegenüber, der mir seinen Kummer darüber mitteilte, dass viele christliche Mädchen um ihn herum, allen Anstand bzgl. Ihrer Kleidung verlieren. Sein Outfit beruhigte mich dabei weniger, als die Haltung, dass dieses Thema so klar ist, dass man nicht genauer in den Biblischen Text blicken muss.

Nun denke ich, dass sich das lohnt. Im Wesentlichen würde ich wohl 1 Pet. 3,1-7; 1 Tim 2,8-15 und Jes. 3 betrachten, wenn ich darüber nachdenken würde, wie unsere Haltung zu Schmuck, Kosmetik und Ähnlichem sein sollte.

a) Vorbemerkung: Ist der Rest wirklich klar? Auf meine Rückfrage, ob man nicht über die Herzensperpektive der jungen Damen nachdenken sollte, und überlegen könnte, wie man Ihnen helfen sollte, in Christus zu reifen, habe ich eine untypisch typische Reaktion beobachtet. Lasst mich das erklären: Außenstehende denken, dass konservative Christen Kleidersitten einen zentralen oder besonders wichtigen Punkt im christlichen Leben halten. Auf bereits unzählige Nachfragen zu diesem Thema habe ich aber bemerkt, dass eigentlich jeder eingesteht, dass dies nur als zweitrangiges oder gar nebensächliches Thema zu betrachten ist. Aber jetzt kommt das Spannende! Man sagt dann, dass die wichtigen Themen, also ob Christus Gott sei, ob Dreieinigkeit, wie das Heil uns zuteil wird, usw.. alles Themen sind, die uns ja längst klar seien.  Ich frage mich ob diese Haltung nicht noch schlimmer ist, als die, Kleiderfragen für besonders wichtig im christlichen Leben zu sehen. Gleichzeitig zu denken “der ganze andere Rest” wäre ja längst klar? Ich empfehle niemandem weiterzulesen, der nicht den Hochmut in dieser Haltung erblickt.

b) Das Geschenk eines Patriarchen: Nun wir blickten zumindest auf 1 Pet. 3 gemeinsam und mir ist diesmal das erste mal Vers 5 aufgefallen: ” Denn so haben sich vorzeiten auch die heiligen Frauen geschmückt, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und sich ihren Männern unterordneten,” Auch wenn Petrus explizit nur Sara als Vorbild herausnimmt, war ihr Mann, dem “sie sich unterordnete” dennoch der Meinung, dass für seine zukünftige Schwiegertochter Nasenringe(!) und Armreife ein geeigneter Schmuck sind ( 1 Mo 24,27: “Da legte ich einen Ring an ihre Nase und Armreifen an ihre Hände). Ich meine 1. Pet 3,5 spricht von “den heiligen Frauen” der Vorzeit (Mehrzahl). Und wer kann da weiteres außerhalb Saras gemeint sein? Rebekka wird sonst gerne für ihre Willigkeit, ihre Stille, ihr Gebetsleben betont. „Wie ist das mit dem Schmuck?“ weiterlesen