Scholablog.ch – Von und Für Jugendliche

“Auf dem Heimweg beklagte sich mein Kollege: «Weshalb gibt es Leute, die meine Jacke stehlen?» Wir stiegen in den Bus ein. An der nächsten Haltestelle stieg eine ältere Dame zu. Da alle Plätze besetzt waren, überliess ich ihr meinen Sitzplatz. Mein Kollege konnte dieses Verhalten nicht nachvollziehen. Er flüsterte: «Weshalb gibst du ihr deinen Platz frei? Jetzt musst Du stehen. Dir kann diese Alte doch egal sein.» Ich dockte an die vorherige Situation an:  «Weil die meisten so denken wie du, vermisst du deine Jacke!»”

Dies ist eines der Erlebnisse ihres Schulalltags, von dem Dave und Alex Schild regelmäßig auf ihrem Blog Scholablog.ch berichten. Die beiden sind 14 und 16 Jahre alt und haben angefangen ihre Erlebnisse aufzuschreiben, weil sie schon regelmäßig von ihren Klassenkameraden dazu angesprochen wurden. Außerdem haben Sie sich das hohe Ziel gesetzt: “Schule” und Christsein wieder näher zusammenzubringen. Das Schule eine Reifeanstalt für geistliches Wachstum oder denn geistliches Verkümmern ist, stellen sie in unterschiedlichen Artikeln gut dar, z.B. in diesem über das Gamen:

“Vor einiger Zeit hatte ich einen kurzen Wortwechsel mit einem Schulkameraden.Ich sprach ihn auf etwas Offensichtliches an: „Spielst du gerne?“ Er antwortete mir: „Natürlich. Gamen ist mein Leben.“ Ich bohrte weiter: „Was würdest du tun, wenn es keine Games mehr geben würde?“ Mein Kollege war fassungslos. „Ein Leben ohne Gamen, das kann ich mir nicht vorstellen. Es wäre sinnlos.» Er fügte hinzu: „Du hast perfekte Einstellung.“ Dann widmet er seine volle Aufmerksamkeit wieder dem Game.Diesen Kumpel reut die Zeit nicht, die er durch das Gamen vergeudet. Mit Blick auf die nächsten paar Stunden ist es am einfachsten, sich im Gamingsessel zurückzulehnen, eine neue Dose Cola zu öffnen und wild in der virtuellen Welt umherzuballern. Etwas Sinnvolles beginnen? Wieso? Hauptsache, ich habe meinen Spass jetzt.” 

Da sie direkt in die Lebenswelt von Jugendlichen hineinreden ist Scholablog eine gelungene und notwendige Ergänzung der christlichen Blogosphäre. Prädikat: herausfordernd und erfrischend.

Ich wünsche den Beiden weiterhin fröhliches Ausharren  im hehren Ziel den Schulaltag zur Ehre des Ewigen Königs zu verändern!

 

“Sie können sich sehr gut in die Gesellschaft einbringen und übernehmen oft Führungsrollen…”

Jael Bischof (Jahrgang 1979) und ihr Mann Marcel Bischof (Jahrgang 1963) leben ein Modell von Bildung zu Hause. Es gibt vermutlich so viele Modelle wie Familien , denn es es ist eine sehr persönliche Angelegenheit, wie genau die Bildung zu Hause aussieht. Ihre fünf Kinder (2006, 2007, 2010, 2014 und 2016) gingen nie zur Schule. Somit kennen sie Unterschied zwischen Schule und Bildung zu Hause nicht. Ich bekam die Möglichkeit, Familie Bischof zu ihren Erfahrungen als Home-Schooler zu interviewen.

Wie kamt ihr als Familie zu dem Entschluss, eure Kinder zu unterrichten?
Ich wurde bereits als Kind (ab der 5. Klasse) zu Hause – vorwiegend von meinem Vater – unterrichtet. Somit kannte ich die Vorteile des individuellen, selbständigen Lernens. Das wollten wir unseren Kindern auch ermöglichen. Es war uns ebenfalls wichtig, dass wir viel Zeit gemeinsam als Familie verbringen können.

Wie sieht euer Alltag aus? Ist man den ganzen Tag im Lern- und Hausaufgaben-Modus?

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