Eine Viertelstunde über einen unfassbar frommen Heiden (Apg. 10,3-6)

Auf der Bibelstunde habe ich darüber nachgedacht, warum

  • gerade diese Begebenheit Lukas so wichtig ist, dass er sie mehrfach wiederholt
  • Lukas so viel Energie darauf verschwendet, die Frömmigkeit des Kornelius zu unterstreichen
  • und warum Gott sein Evangelium nicht durch Engel verkündigt

Theophanie

Ein Artikel von Vern Poythress: Theophany. Übersetzung unter Creative Commons License with Attribution – ShareAlike (CC BY-SA 3.0US)

Download als .pdf

Definition

Eine Theophanie ist eine Erscheinung Gottes, eine intensive Manifestation der Gegenwart Gottes, die durch außergewöhnliche visuelle Erscheinungen begleitet wird.

Zusammenfassung

Eine Theophanie ist eine Erscheinung Gottes, spezieller Teil des Themas: „Gegenwart Gottes.“ Eine Theophanie ist eine Erscheinung Gottes, eine intensive Manifestation der Gegenwart Gottes, die durch außergewöhnliche visuelle Erscheinungen begleitet wird. Im Alten Testament hat Gott seinem Volk seine Gegenwart auf verschiedene Weise visualisiert (im Sturm, auf dem Thron, als Krieger, als Mensch), doch Jesus Christus dient als zentraler Höhepunkt der Theophanien der Geschichte: Gott-wird-Mensch. Wir können verstehen, wie sich Gott seinem Volk selbst als ein Bote oder als Engel darstellen kann, wenn wir sehen, dass Christus als Bote Gottes kommt, obwohl er völlig Gott ist. In diesem trinitarischem Mysterium, fangen wir an die Wege zu erkenne, die Gott ausgesucht hat, um sich selbst seinem Volk in der Geschichte zu zeigen.

Eine Theophanie ist eine Erscheinung Gottes. Wir können sie auch als intensive Mani-festation der Gegenwart Gottes, die durch außergewöhnliche visuelle Erscheinungen begleitet wird, verstehen. „Theophanie“ weiterlesen

4 Grundsätze für das Gespräch mit deinen Kindern über Sex

Ein Artikel von Julie Lowe. Erschienen am 08.07.2020 unter dem Titel: „4 Principles for Talking to your Kids about Sex” bei CCEF. 

Download als .pdf

Wie wohl fühlt ihr euch als Eltern, wenn ihr mit euren Kindern über Sex sprecht? Nicht so gut? Warum nicht? Gott hat Sex geschaffen, um uns zu segnen – Warum ist es so schwer, darüber zu sprechen?

Für viele ist es ihr eigenes Unbehagen mit diesem Thema. Vielleicht bist du in einer Umgebung aufgewachsen, in der darüber nicht gesprochen wurde, oder selbst wenn, dann war das Thema eindeutig beschämend und unangenehm. Vielleicht fühlst du dich auch unwohl, weil du nicht sicher bist, was man wie sagen soll. Was auch immer der Grund sein mag, das Vermeiden des Themas kommuniziert, dass du nicht in der Lage oder nicht bereit bist (oder beides) dieses Thema zu besprechen und deine Kinder werden sich anderswo nach Antworten umsehen. Das hinterlässt sie empfänglich für die Ansichten ihrer Freunde und das Borgen von Konzepten, Haltungen und Bewertungen der Sexualmoral aus der umgebenden Kultur. Dies kann sogar die Gefahr erhöhen, dass sie Opfer von Sexualverbrechen werden, weil sie keinen Filter haben, um zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. „4 Grundsätze für das Gespräch mit deinen Kindern über Sex“ weiterlesen

Orthodoxie mit offenen Armen – Eine Erinnerung an J. I. Packer (1926-2020)

40 Quotes from J. I. Packer (1926–2020)

Ein Artikel von: Mark Noll, Orthodoxy with Open Arms – Tribute to J.I. Packer (1926–2020) vom 21.07.2020

Übersetzt von Viktor Zander, erklärende Fußnoten von Sergej Pauli.

der vollständige Artikel kann hier als .pdf-Dokument heruntergeladen werden.

Der erste Eindruck kann täuschen. Aber die Eigenschaften, die ich in Jim Packer sah, als ich ihn im November 1979 zum ersten Mal traf, erwiesen sich als die gleichen, die viele andere (so meine Meinung) in vielen anderen Zusammenhängen im Laufe seines langen und fruchtvollen Lebens sahen.

Bereits 1979 sorgte sein Buch „Knowing God“[1] für einen hohen Bekanntheitsgrad unter Evangelikalen auf beiden Seiten der Atlantik. Der Anfang meiner Verbindung hatte jedoch mehr damit zu tun, was er über die Bibel geschrieben hatte, insbesondere sein Werk „Fundamentalism and the Word of God“[2]. Kritische englische Kommentare über Billy Grahams Evangelisations-Kampagne in London im Jahr 1954 waren der Anlass zu diesem Buch. Darin verteidigte Packer eine sehr hohe Sichtweise der Schrift, differenzierte zwischen traditionellem, konservativem Protestantismus und fundamentalistischem Anti-Intellektualismus und lobte Evangelisten wie Graham, die das predigten, „was die Bibel sagt“. „Orthodoxie mit offenen Armen – Eine Erinnerung an J. I. Packer (1926-2020)“ weiterlesen

Input zu Richter (3): Eine Harmonie von Kap. 4 & 5

Beim Lesen des großartigen  Richter (und Ruth) Kommentars von Daniel Block bin ich auf die Harmonie von Kapitel 4 und 5 gestoßen. Ein solches Kunstwerk, das gleiche Ereignis in zwei Erzählstilen zu kommunizieren, findet sich in der Bibel nur noch ein weiteres Mal (2. Mo. Kap. 14 und Kap. 15). Die komplementäre Darstellung ergibt ein volleres Bild, das weder alleine Prosa noch alleine Poesie in dieser Art vermitteln konnten. Block ist der Ansicht, dass diese beiden Kapitel eine wertvolle Ressource sind, um die Unterschiede zwischen antiker hebräischer Prosa und Poesie zu verstehen. Block hält fest: “Obwohl die Sequenz der Ereignisse in zwei parallelen Versionen geschildert werden, betonen die Versionen unterschiedliche Aspekte. Das Prosa besitzt (1)keinerlei Bezug zur feierlichen Antwort der Israeliten (V. 1-3), (2) keinen Hinweis auf Jahwes Hilfe vom Berg Sinai (5,4-5); (3) keinen Lob für die Krieger Israels (5,9-11); (4) keine Bewertung der Teilnahme der einzelnen Stämme (5,13-18) (5) keine kosmische Einbindung in den Sieg über Siseras Armee (5,20-21); (6) keinen Fluch von Meros für die Nicht Teilnahme (6)(…); (7) kein Interesse an sekundären Opfern (5,28-30) (…)” (eigene Übersetzung)

Die von Block vorgeschlagene Harmonie habe ich für die Luther-2017 Übersetzung umgesetzt:

„Input zu Richter (3): Eine Harmonie von Kap. 4 & 5“ weiterlesen

Vergeude ich mein Leben in einem weltlichen Beruf?

 

Ein Artikel von John Piper im Rahmen der Serie „Ask Pastor John“: Am I wasting my life in a secular job? Ein Artikel vom 24.07.2020. Übersetzung von Ruth Metzger, mit freundlicher Genehmigung von Desiring God.

Download als .pdf.

Audio-Transkript

Die Frage heute kommt von unserem Hörer Joshua. „Hallo, Pastor John! Habe ich als Christ am Ende meines Lebens wirklich alles für Christus getan, wenn ich nicht zum Märtyrer für ihn geworden bin? Zurzeit arbeite ich in einem Handwerksberuf, und allem Anschein nach bin ich erfolgreich auf dem Weg nach oben. Aber seit ein paar Jahren empfinde ich, dass Gott mich vielleicht dazu beruft, in wirkungsvollerer und direkterer Weise für das Reich Gottes zu arbeiten. Es kam mir mehr und mehr so vor, als ob ein Leben in der Arbeitswelt oder in amerikanischen Unternehmen eine Verschwendung von Zeit und Energie ist. Seit mehreren Jahren versuche ich, Gottes Berufung für mein Leben herauszufinden, bisher ohne Erfolg.

Meine Frage ist folgende: Wenn ich mein Leben in einem Beruf verbringe, der nicht direkt dazu dient, das Evangelium zu verbreiten, ist das nicht Vergeudung? Warum sollte Gott mich an einen Arbeitsplatz stellen, der nichts mit der Ausbreitung seines Reiches zu tun hat, sondern meine Energie für die Produktion materieller Güter aufzehrt? Oder noch direkter: Habe ich wirklich alles getan, alle meine Kraft eingesetzt, jede Faser meines Seins dem Reich Gottes geweiht, wenn ich nicht zum Märtyrer für Christus werde?“ Pastor John, was würden Sie Joshua antworten?

Ich habe drei Warnhinweise für Joshua, und dann ein paar Ermunterungen. „Vergeude ich mein Leben in einem weltlichen Beruf?“ weiterlesen

Vorsehung

Ein Artikel von Paul Helm: Providence. Übersetzung unter Creative Commons License with Attribution – ShareAlike (CC BY-SA 3.0US)

Download als .pdf

Definition

Die Vorsehung Gottes ist das Wirken der Souveränität Gottes um seine Schöpfung fortwährend aufrechtzuerhalten, zu lenken und für sie zu sorgen.

Zusammenfassung

Gottes Vorsehung ist das Wirken seiner Macht, um seine Schöpfung aufrechtzuerhalten, zu lenken und für sie zu sorgen. Manche Theologen haben das als fortschreitende Schöpfung bezeichnet, entgegen den Darstellungen, dass Gott die Welt erschaffen hat und dieses Werk beendet hat. Die Vorsehung Gottes lässt keinen Raum für Zufall oder für den Kampf zwischen Gott und einer anderen Macht. Gott als die Erstursache bewirkt alles, doch das beseitigt nicht die Fähigkeit der Schöpfung zu handeln oder zu wirken. Vielmehrt gewährt Gott allen Kreaturen ihre Macht ursächlich in der Welt zu handeln. Die Vorsehung Gottes unterscheidet sich von der Vorherbestimmung (Prädestination) darin, dass die letztere sich insbesondere auf die Errettung der Erwählten fokussiert, während Vorsehung allgemein ist. Wir können nicht alle Details von Gottes vorsehenden Plan wissen. Nur Gott weiß, wie alle Dinge zusammenwirken werden. Schließlich muss auch das christliche Gebet vor allem ein Ausdruck der Bestrebungen von Christi Nachfolgern in der Gegenwart Gottes sein, statt eine Liste von Forderungen. „Vorsehung“ weiterlesen

Stellvertretende Sühne

Ein Artikel von Thomas Schreiner: Substitutionary Atonement. Übersetzung unter Creative Commons License with Attribution – ShareAlike (CC BY-SA 3.0US) Download als .pdf

Definition

Die Perspektive der Sühne als Straf-Stellvertretung (engl.: penal substitutionary atonement) hält fest, dass das zentrale Ereignis in der Sühne die Annahme der vollen Strafe, die wir für unsere Sünde verdienen, durch Jesus Christus an unserer Stelle ist und das alle anderen Vorzüge der Sühne ihren Anhaltspunkt in dieser Wahrheit finden.

Zusammenfassung

Alle Menschen benötigen einen Stellvertreter, weil alle als Sünder gegen einen heiligen Gott schuldig geworden sind. Jegliche Sünde verdient Bestrafung, weil jegliche Sünde eine persönliche Rebellion gegen Gott höchstpersönlich ist. Während die Tieropfer im Alten Testamentes die Schuld des Gottes Volkes übernommen haben, konnten die Opfer niemals vollständig für die Sünden der Menschen sühnen. Deswegen kam Jesus Christus und starb an Stelle seines Volkes (Stellvertretung) und nahm auf sich die volle Strafe, die sie verdient haben (Strafe). Auch wenn es andere Theorien über die Sühne gibt, die auf andere gültige Aspekte dessen hinweisen, was im Tode Christi geschah, bewahrt die Straf-Stellvertretung in der Kreuzigung dem Volk Gottes all die anderen Vorzüge, die dieses durch den Tod ihres Repräsentanten erfährt. „Stellvertretende Sühne“ weiterlesen

10 Dinge, die man über Priesterschaft wissen sollte

Ein Artikel von Ed Welch: „10 Things you should know about the Priesthood” erschienen am  13.01.2020, bei CCEF. Übersetzung mit freundlicher Genehmigung von CCEF (download als .pdf).

Wenn wir über die Priester der Bibel nachdenken, stellen wir uns bärtige Männer vor, die räuchern und Tiere opfern. Doch die Priesterschaft ist ein zentrales Thema der ganzen Schrift und ist vor allem eine Rolle, die von allen Gläubigen getragen wird – von Männern und Frauen aus jedem Stamm und jeder Nation. Die Gemeinde spricht nicht viel über diese Rolle, doch sie ist zentral für unsere Identität als Volk Gottes.

Du solltest 10 Dinge über die Priesterschaft wissen:

1.   Priester sind dazu aufgerufen, näher zum Herrn zu kommen

Der levitische Priester besaß eine ausfüllende Tätigkeit, doch die Essenz ihrer Arbeit war der Aufruf in das Haus Gottes (die Stiftshütte) zu kommen. Könnten es für sie etwas Besseres geben? Natürlich konnten die Priester nicht einfach so in das Allerheiligste – den eigentlichen Thronsaal spazieren – was ausschließlich einmal jährlich dem Hohepriester vorbehalten war. Doch der Herr reinigte und kleidete die Priester zur Arbeit an allen anderen Teilen der Stiftshütte, damit sie in seiner Einladung und seinem Segen Vertrauen schöpfen.

Wer von uns fühlt sich einer solchen Einladung würdig, Gott nahe zu sein? Keiner! Unsere Sünde und unser Scham legen uns nahe, weit weg von Gott sein zu wollen. Doch er hat uns geschaffen, um uns zu sich zu ziehen, um Priester zu sein und er zeigt uns den Weg zu diesem Amt. „10 Dinge, die man über Priesterschaft wissen sollte“ weiterlesen

Gott – ich kann das nicht!

Ein Artikel von Jon Bloom. Erschienen am 26.01.2019 unter dem Titel: I Can’t do this, God. Übersetzt von Ruth Metzger, mit freundlicher Genehmigung von Desiring God (.pdf-download).

Schwach, unbedeutend, verachtet und unqualifiziert – das sind die wesentlichen Eigenschaften, nach denen Gott bei denen Ausschau hält, die ihm dienen sollen. Und er wählt diese Eigenschaften ganz bewusst. (1. Korinther 1,27-29)

Du glaubst es nicht? Dann schau dir mal diese merkwürdige Liste von Qualifikationen an, aufgrund derer Gott unglaublich wichtige Positionen in der Geschichte vergeben hat:

–           Vater (und Mutter) des Bundesvolkes Gottes: Ehepaar, muss unfruchtbar und alt sein (1.Mose 17,8.15-16)

–           größter König Israels: muss bei seiner Erwählung ein Hirte im Teenageralter sein, Musiker und Dichter, für einige Jahre Flüchtling unter ständiger Todesdrohung (1.Samuel 20,30)

–           Messias:  persönlicher Hintergrund im Zimmermanns-Gewerbe (Markus 6,3), muss in einer unbedeutenden Stadt mit schlechtem Ruf heranwachsen (Johannes 1,46), darf keine formale theologische Ausbildung haben (Johannes 7,15)

–           leitender Apostel: muss aus der Fischindustrie kommen und darf keine formale theologische Ausbildung haben (Matthäus 4,18; Apostelgeschichte 4,13)

–           der Meister-Theologe, -Apologet und -Missiologe unter den Aposteln: muss ein eifriger Verfolger von Christen gewesen sein (Apostelgeschichte 8,3)

Ganz abstrakt wissen wir es vielleicht, dass Gott gerne Schwachheit und Gebrochenheit benutzt. In einer biblischen Geschichte oder einer Missionsbiografie finden wir das vielleicht sehr ermutigend. Unter Umständen lehren wir es sogar und predigen es andern. Aber wenn es um unsere eigene Qualifikation geht, ist es doch immer eine unangenehme und verwirrende Überraschung, dass Gott unsere Schwachheiten hervorheben will. Und wie Mose wünschen wir uns manchmal, dass Gott sich für diese Aufgabe doch bitte jemand anderen aussucht. „Gott – ich kann das nicht!“ weiterlesen