Was hat Boxen mit Jerusalem zu tun?

Ein Artikel von Carl Trueman, erschienen in Themelios 27(1),4(2001) unter dem Titel: „What has Boxing to do with Jerusalem?“. Übersetzt von Viktor Zander mit freundlicher Genehmigung von The Gospel Coalition (Download als .pdf).

 

Schon seit meiner Kindheit ist Boxen eine meiner Leidenschaften und ich schätze, dass ich über die Jahre eine ziemlich gründliche Kenntnis der Geschichte und der Persönlichkeiten des Boxsports erworben habe, neben einer bescheidenen Bibliothek von Büchern über das Boxen. Natürlich werde ich in diesen Zeiten der ungezügelt-politischen Korrektheit wegen meines Interesses an diesem Sport sehr häufig von denen herausgefordert, die irgendwie weniger verliebt ins Boxen sind. Unter solchen Umständen beiße ich mir immer ein bisschen auf die Zunge und antworte, dass Boxen nichts anderes sei, als die ehrlichste Sportart – schließlich besteht der Zweck jedes Sports darin, den Gegner überzeugend und entscheidend zu besiegen, und beim Boxen geschieht dies auf direktere und offenere Weise als zum Beispiel beim Golfen. Entferne beim Golf die oberflächliche Etikette und das Protokoll und du hast denselben grundlegenden Kampf um physische und mentale Überlegenheit wie beim Boxen. „Was hat Boxen mit Jerusalem zu tun?“ weiterlesen

Entfessle den Löwen der Schrift

Originalartikel:  „Unleash the Lion of Scripture“ von Michael  J. Kruger vom 12.06.2020.  Übersetzt von Raphael Günther. Mit freundlicher Genehmigung von Desiring God (Download als .pdf).

Zusammenfassung:

Um zu der Überzeugung zu gelangen, dass die Bibel Gottes Wort ist, benötigt es keine umfangreichen historischen Beweise – so hilfreich das auch sein mag. Die beste Verteidigung für die Vertrauenswürdigkeit der Bibel liegt in den Seiten der Bibel selbst. Von der frühen Kirche an haben Christen erkannt, dass die Autorität der Bibel “sich selbst-beweisend” ist, was bedeutet, dass die Schrift bestimmte Eigenschaften in sich trägt, die ihren göttlichen Ursprung bezeugen. Eine der mächtigsten dieser Eigenschaften ist die Einheit und Harmonie der Schrift: Die Bücher der Bibel sind einheitlich in sich selbst, mit der vorherigen Offenbarung und mit der Gesamtgeschichte der Bibel.

Es gibt wenige Qualitäten, die zentraler für die Gesundheit der Kirche und für den geistlichen Zustand des einzelnen Gläubigen sind, als ein felsenfestes Bekenntnis zur Autorität und Inspiration der Heiligen Schrift.  Auch Paulus erinnerte Timotheus: „Und weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennst, welche die Kraft haben, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist“ (2. Tim. 3,15). Natürlich bezeugte Jesus selbst ganz klar die zentrale Bedeutung des Wortes: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht!“ (Mt. 4,4; vgl. 5. Mo. 8,3). „Entfessle den Löwen der Schrift“ weiterlesen

Die dunklere Seite eines Hauskreises

Ein Artikel von Greg Morse, The Darker Side of Small Group, 17. Februar 2018. Übersetzt von Abijah Hesse.

IN DER ARTIKELREIHE „THE GLOBDROP LETTERS“ KORRESPONDIERT OBERTEUFEL WORMWOOD MIT DEM UNTERTEUFEL GLOBDROP, UM IHN IN DER BÖSEN KUNST SUBTILER VERFÜHRUNG ZU UNTERWEISEN. DIESE ARTIKEL TRETEN IN DIE RIESIGEN FUSSSTAPFEN VON C. S. LEWIS KLASSIKER: „THE SCREWTAPE LETTERS“

 

Mein lieber Globdrop,

ich gebe zu, bescheidene Erwartungen an deinen Erfolg gehegt zu haben, aber die unbeholfenen Andeutungen aus deinem letzten Brief haben sogar mich in Erstaunen versetzt. Du stehst kurz davor, deinen Mann dazu zu bringen, seinen Hauskreis zu verlassen? Ehrlich gesagt, wenn ich nicht dein Onkel wäre, würde ich dich zu einem Schreibtischjob im Hauptquartier herabstufen. Wenn du dein Leben nicht damit verbringen willst, die  WLan-Frequenzen der Menschen zu unterbrechen, ihre Drucker zu stören und die Autokorrektur in ihren Textnachrichten zu manipulieren, musst du anfangen, wie ein Dämon und weniger wie die Beute denken.

Nicht wir, sondern sie gehen davon aus, dass alle Hauskreise unserer Sache schaden und wir daher jeden einzelnen von ihnen hassen müssten. Aber was ich annahm und was aus unserer letzten Diskussion ersichtlich sein sollte, hast du anscheinend völlig übersehen. Neffe, wir lieben den Hauskreis deines Patienten. Tatsächlich befindet sich einer der sichersten Orte der Welt, um tote Seelen zu verbergen – und lebende zu verderben, in einer solchen Kohorte.   „Die dunklere Seite eines Hauskreises“ weiterlesen

Eine Erinnerung an Viktor Fades Leben und Sterben!

Am morgen des 08.01.2021 ist ein guter, beinahe väterlicher Freund von mir nach drei Jahren heftigen Krebsleidens heimgegangen.  Ich kenne Viktor schon seit mehr als 20 Jahren und kannte seine eiserne Konstitution und einen nahezu unbrechbaren Eigenwillen. Als er sich in der Fortbildung zum Klavierbaumeister langweilte, übersetzte er die Bibel vom Englischen ins Deutsche. Einfach um sowohl Englisch, wie Bibel besser kennenzulernen. Einmal beschloss er 40 Tage am Stück zu fasten und zog es durch. Jahrelang stand er immer (obwohl er es nicht nötig hatte) um 5 Uhr morgens auf, um die Zeit mit Bibellesen und Gebet zu verbringen. Ich möchte mit diesen Aussagen keine Hagiographie betreiben und könnte auch über einige Reibereien mit ihm berichten. Was mich aber in besonderer Weise fasziniert, war sein standhaftes Ausharren in Zeiten einer langen und besonders grausamen Krankheit. Ein seltener, aggressiver Krebs griff Bauchdecke und Gedärme an. Die folge war, dass er zunehmend abmagerte, während der Bauch sich gleichzeitig ins unermessliche aufblähte. “Ich sehe aus wie eine Schwangere”, pflegte er zu scherzen.

Ich habe ihn in dieser Zeit mehrfach besuchen können und immer war er es, der den Trost un den Zuspruch vermittelte. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Früher wohnten wir in der Nähe eines Kreiskrankenhauses und ich hatte die Möglichkeit viele Schwerstkranke zu besuchen. Viele, auch Christen, nehmen Verbitterung, Materialismus, Machtkämpfe und Enttäuschungen mit bis ans Sterbebett. Ich empfand und empfinde das immer als Herausforderung. Wie ich anders sterben kann, habe ich mir sehr häufig gefragt

Um ehrlich zu sein, wird mir Viktors Hoffnung und Freude bis zur letzten Lebensstunde wohl immer auch ein Geheimnis bleiben. Dabei hatte er durchaus einige Gründe zu verzweifeln. Ein dubioser Druck durch die Ortsgemeindeleitung blieb eigentlich bis zum letzten Tag bestehen. Sein jüngster Sohn einer großen Familie ist 8 Jahre alt. Aber Viktor warf seine Hoffnung ganz auf die Gnade (1. Pet. 1,13). Ich möchte mit euch eine Botschaft teilen, die er wenige Stunden vor seinem Heimgang mit seinen Kontakten geteilt hat.  Es ist eine Botschaft der Freude und des Siegs des Evangeliums. Sie gibt mir Trost im Angesicht meiner eigenen Sterblichkeit.

Ich lese die Bibel und spüre gar nichts – Was soll ich tun?

Ein Artikel John Piper im Rahmen der Ask Pastor John-Reihe: I Read the Bible and Feel Nothing – What Should I Do?, vom 11.12.2015. Übersetzt von Viktor Zander, mit freundlicher Genehmigung von DesiringGod. (download als .pdf)

Hier nun eine sehr häufig gestellte Frage, die viele Christen bewegt. Es ist eine Frage, die dir Pastor John sehr häufig gestellt wird, wenn du unterwegs bist. Es ist eine der häufigsten Fragen, die wir in den Emails unserer Zuhörer lesen.

„Ich lese meine Bibel, aber ich spüre nichts. Kein Gefühl in dem die Würde, der Wert, die Kostbarkeit, die Schönheit, die Freude bleiben, welche diese Worte eigentlich kommunizieren müssten. Was kann ich dagegen tun? Oder muss ich einfach warten und zulassen, dass ich das zukünftig erleben werde?“

Wie lautet deine Antwort? „Ich lese die Bibel und spüre gar nichts – Was soll ich tun?“ weiterlesen

Kindererziehung in der digitalen Welt

Ein Artikel von Tim Challies. Erschienen am 12.03.2015 auf challies.com unter dem Titel: „Parenting Well in a Digital World“. Übersetzung und Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung challies.com. Übersetzt von Ruth Metzger. (Download als .pdf)

Kindererziehung in der digitalen Welt

Selbst zu den besten Zeiten ist Kindererziehung alles andere als einfach. Aber bring noch eine Million neue Technologien ins Spiel – neue Geräte, soziale Netzwerke und Apps – und es wird noch viel komplizierter. Das ist heute die tägliche Herausforderung für alle Eltern. Kürzlich habe ich ein paar Tipps zum richtigen Umgang mit den Herausforderungen einer digitalen Welt gegeben, und heute möchte ich ein paar Tipps geben, wie man Kinder darin auf gute Weise begleiten kann. Ich werde dabei dasselbe Format benutzen: 3 Dinge, die du ablegen oder ablehnen solltest, und 3 Dinge, die du annehmen oder erstreben solltest. „Kindererziehung in der digitalen Welt“ weiterlesen

Die dunkle Seite eines Hauskreises

Ein Artikel von Greg Morse, The Dark Side of Small Group, vom 27. Februar 2017. Übersetzt von Abijah Hesse mit freundlicher Genehmigung von DesiringGod. (Download als .pdf)

In der Artikelreihe „The Globdrop Letters“ korrespondiert Oberteufel Wormwood mit dem Unterteufel Globdrop, um ihn in der bösen Kunst subtiler Verführung zu unterweisen. Diese Artikel treten in die riesigen Fußstapfen von C. S. Lewis Klassiker: „The Screwtape Letters“.

 

Mein lieber Globdrop,

Ich habe in deinem letzten Brief bemerkt, dass du versucht hast, das Nagetier von seinem kleinen Rudel zu trennen, mit dem er „Rechenschaft ablegt“. Deine Argumentation, obwohl intellektuell anmaßend, tendiert zu rationalem Denken. Männer und Frauen, die zusammen in diesem unerträglichen „Licht“ gehen, sind in der Regel außerhalb der Reichweite unseres Dolches. Oft wird die Arbeit eines ganzen Monats dadurch untergraben, dass der Feind den Patienten durch die Intervention eines seiner Mitschädlinge aus unseren Schatten zieht.

In deinem Fall wäre dies jedoch ein Amateurfehler. Zum Glück hast du keinen gewöhnlichen Versucher als Mentor. Sogar sein kleines „Häuflein von Brüdern“ kann zu unserem Vorteil genutzt werden. Das, was bis jetzt die gewohnheitsmäßige Sünde verhindert hat, werden wir nun verwenden, um ebenjene zu bestärken. Das, lieber Neffe, ist eine köstliche Täuschung! Lass mich erklären. „Die dunkle Seite eines Hauskreises“ weiterlesen

Audio: Das Gebet, dass Gott am liebsten beantwortet!


Ein Artikel von David Mathis. Erschienen am 25.01.2019 unter dem Titel: God’s Favorite Prayer to Answer. Übersetzt von Ruth Metzger, mit freundlicher Genehmigung von Desiring God. (Download als .pdf)

Dein Name werde geheiligt!

Irgendwo zwischen Morgengebeten und hin und wieder dem Rosenkranz in der katholischen Grundschule, dann beim High School Basketball – im Frühling, im Sommer und im Herbst – muss ich das wohl hunderte von Malen gebetet haben und habe doch kaum oder gar nicht verstanden, was es bedeutete. Genauso gut hätte ich sagen können: “Hohl sei dein Name!”

Wie Jesus gebetet hat

Begib dich mal unter die Jünger, die Jesus fragten, wie sie beten sollen (Lukas 11,1). Wie soll man beten? Was wird er wohl antworten? Welche Worte er auch immer jetzt sagen wird, sie werden zu den wichtigsten der Weltgeschichte gehören. Kein Wunder, dass katholische Schulkinder und High School Basketballplayer sie 2000 Jahre später immer noch aufsagen. Aber wie tragisch andrerseits, dass es dann oft nur noch bedeutungslose Wiederholungen und leere Phrasen sind – genau das, wovor uns Jesus gewarnt hat, kurz ehe er uns dieses Gebet gab. „Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden!“ (Matthäus 6,7). Und dann wird ausgerechnet das Gebet, dass wir am häufigsten gesprochen haben, zur leersten aller leeren Phrasen! „Audio: Das Gebet, dass Gott am liebsten beantwortet!“ weiterlesen

Die Zukunft der Männlichkeit

Ein Artikel von Greg Morse: The Future of Masculinity, vom 03.12.2020. Übersetzt von Viktor Zander, mit freundlicher Erlaubnis von DesiringGod. (Download als .pdf)

„Das was für dich wirklich ein Ärgernis ist, ist die Männlichkeit an sich“, sagte der Direktor zu Jane. „Dieses laute, hereinbrechende, besitzergreifende Etwas – der Löwe aus Gold, der bärtige Bulle – das durch Hecken bricht und dein kleines, geordnetes Reich durcheinanderbringt, so wie die kleinen Zwerge das sorgfältig gemachte Bett durcheinanderbringen.“

„Die Männlichkeit an sich“ – „ein Ärgernis“?!

An diesem Punkt in der Geschichte war Jane, die unglücklich verheiratete Hauptperson in C. S. Lewis’ Sci-Fi-Finale: „That Hideous Strength“[1], jemand, den wir heutzutage als eine moderne Frau bezeichnen würden. Sie will Karriere machen. Sie ist gleichmacherisch. Sie ist keine Christin. Sie ist ein Kontrast zu einer Weiblichkeit, wie der von Mrs. Dimble, die eine starke christliche Ehefrau ist, sich aber trotzdem unterordnet (und sie bekämpft diese Art Weiblichkeit).

Völlig verdattert starrte Jane den Direktor an – der selbst ein goldener Löwe war und bis dahin sowohl Janes Respekt als auch ihre Bewunderung gewonnen hatte. Die Welt, in der sie lebte, begann sich zu drehen und zu schwanken. Ihre „nagende weibliche Angst davor, wie eine Sache, wie das Objekt eines Tauschhandels, wie ein Objekt der Begierde oder wie Besitz behandelt zu werden“ kam wieder an die Oberfläche. Bis dahin hatte sie schon genug Leid und Spott erduldet, und hielt sich deshalb eine solche Männlichkeit vom Leib. Sie hatte einen entsprechenden Ehemann ausgesucht: Mark. Er „verstand sie wirklich“ – was gleichbedeutend damit war, dass er keine Bedrohung für ihre Selbstbestimmtheit darstellte und nichts von ihr verlangte, das sie nicht zu geben bereit war. Aber hier stand sie nun, in die Ecke gedrängt von dieser Selbsterkenntnis, dass die Wirklichkeit vielleicht nicht so ist, wie sie es sich vorgestellt hatte. „Die Zukunft der Männlichkeit“ weiterlesen

Weihnachtsgewinnspiel: 4×35$-Guthaben für LOGOS + Neuer Newsletter

Liebe Leser,

Immer zum Ende des Jahres überlege ich mir, was sich auf meiner Homepage ändern sollte. Ein bisheriges Unding war, dass der Newsletter des Blogs bei jeder Artikel-Neuerscheinung verschickt wurde. Ich will gar nicht wissen bei wie vielen Leuten ich so im Spam-Ordner landete. Eine Änderung musste her und die lautet, Monatlicher Newsletter. Unabhängig von der Anzahl veröffentlichter Artikel bekommt man als Abonnent nur einmal im Monat eine E-Mail mit kurzen Zusammenfassungen.

Um Leser (zurück) zu gewinnen habe ich mir was einfallen lassen: Ich verlose unter allen, die sich bis zum 24.12.2020 als Newsletter-Abonnenten eintragen, jeweils 1 von 4×35$-LOGOS-Guthaben. Um die bisherigen Abonnenten nicht zu benachteiligen, können auch diese teilnehmen, indem sie mir eine E-Mail an pauli@glaubend.de mit dem Betreff “Logos-Guthaben” zukommen lassen.

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