Die Zukunft der Männlichkeit

Ein Artikel von Greg Morse: The Future of Masculinity, vom 03.12.2020. Übersetzt von Viktor Zander, mit freundlicher Erlaubnis von DesiringGod. (Download als .pdf)

„Das was für dich wirklich ein Ärgernis ist, ist die Männlichkeit an sich“, sagte der Direktor zu Jane. „Dieses laute, hereinbrechende, besitzergreifende Etwas – der Löwe aus Gold, der bärtige Bulle – das durch Hecken bricht und dein kleines, geordnetes Reich durcheinanderbringt, so wie die kleinen Zwerge das sorgfältig gemachte Bett durcheinanderbringen.“

„Die Männlichkeit an sich“ – „ein Ärgernis“?!

An diesem Punkt in der Geschichte war Jane, die unglücklich verheiratete Hauptperson in C. S. Lewis’ Sci-Fi-Finale: „That Hideous Strength“[1], jemand, den wir heutzutage als eine moderne Frau bezeichnen würden. Sie will Karriere machen. Sie ist gleichmacherisch. Sie ist keine Christin. Sie ist ein Kontrast zu einer Weiblichkeit, wie der von Mrs. Dimble, die eine starke christliche Ehefrau ist, sich aber trotzdem unterordnet (und sie bekämpft diese Art Weiblichkeit).

Völlig verdattert starrte Jane den Direktor an – der selbst ein goldener Löwe war und bis dahin sowohl Janes Respekt als auch ihre Bewunderung gewonnen hatte. Die Welt, in der sie lebte, begann sich zu drehen und zu schwanken. Ihre „nagende weibliche Angst davor, wie eine Sache, wie das Objekt eines Tauschhandels, wie ein Objekt der Begierde oder wie Besitz behandelt zu werden“ kam wieder an die Oberfläche. Bis dahin hatte sie schon genug Leid und Spott erduldet, und hielt sich deshalb eine solche Männlichkeit vom Leib. Sie hatte einen entsprechenden Ehemann ausgesucht: Mark. Er „verstand sie wirklich“ – was gleichbedeutend damit war, dass er keine Bedrohung für ihre Selbstbestimmtheit darstellte und nichts von ihr verlangte, das sie nicht zu geben bereit war. Aber hier stand sie nun, in die Ecke gedrängt von dieser Selbsterkenntnis, dass die Wirklichkeit vielleicht nicht so ist, wie sie es sich vorgestellt hatte. „Die Zukunft der Männlichkeit“ weiterlesen