Der Kampf gegen Zweifel und Zynismus beim Bibellesen

John Piper:

Kristen hört unseren Podcast und schreibt uns ihre Frage: „Pastor John, es ist mir peinlich, aber oft überfällt mich beim Bibellesen ein Gefühl des Zweifels. Manchmal empfinde ich es sogar mehr als einen geistlichen Kampf und nicht so sehr wie ein verstandesmäßiger Kampf. Und das macht mir Angst, weil das ein Angriff auf das Fundament meines Glaubens ist – auf die Wahrheit der Bibel. Haben Sie einen Rat für mich, wie ich gegen einen Geist des Zweifels und des Zynismus ankämpfen kann, der mich beim Bibellesen angreift?“

Geistlicher Kampf

Tony, du weißt, dass ich mir Zeit nehme, und über jede dieser Fragen bete, bevor ich versuche, sie zu beantworten. Ich tue das, damit der Herr mir hilft, aus den hunderten von Dingen, die ich sagen könnte, die Dinge zu wählen, die am hilfreichsten sein könnten. Diese Frage gab mir das Gefühl, dass ich mehr beten müsste. Als sie schrieb, dass es ein geistlicher und nicht nur ein verstandesmäßiger Kampf ist, da spürte ich, dass das wirklich wahr ist. Das gilt nicht nur für sie, sondern für uns alle.

Wenn verstandesmäßige Fragen aufkommen, welche die Bibel problematisch aussehen lassen, dann verschleiert das oft einen Angriff Satans. Der Teufel hasst die Bibel wirklich. Er hasst die Wahrheit. Er ist ein Lügner von Anfang an, und er kann die Dinge einfach nur verstandesmäßig daherkommen lassen, obwohl eigentlich schwerwiegende Dinge auf der geistlichen Ebene ablaufen.

Ich werde Kristen jetzt also sagen, wie die Antwort lautet: Ja. Auf jeden Fall kann ich ihr etwas raten. Ich gründe jeden einzelnen der folgenden sechs Ratschläge auf die Schrift. Und ich werde die Schrift zitieren. Ich bete also für Kristen und viele Menschen, die beim Bibellesen Stolpersteine vorfinden, die sich ihrem Genuss und ihren Glaubensgrundsätzen in den Weg stellen. Und vielleicht erweist sich einer dieser Ratschläge (wenn nicht sogar alle) als Ratschlag des Herrn für sie. „Der Kampf gegen Zweifel und Zynismus beim Bibellesen“ weiterlesen

Die dunkle Seite eines Hauskreises

Ein Artikel von Greg Morse, The Dark Side of Small Group, vom 27. Februar 2017. Übersetzt von Abijah Hesse mit freundlicher Genehmigung von DesiringGod. (Download als .pdf)

In der Artikelreihe „The Globdrop Letters“ korrespondiert Oberteufel Wormwood mit dem Unterteufel Globdrop, um ihn in der bösen Kunst subtiler Verführung zu unterweisen. Diese Artikel treten in die riesigen Fußstapfen von C. S. Lewis Klassiker: „The Screwtape Letters“.

 

Mein lieber Globdrop,

Ich habe in deinem letzten Brief bemerkt, dass du versucht hast, das Nagetier von seinem kleinen Rudel zu trennen, mit dem er „Rechenschaft ablegt“. Deine Argumentation, obwohl intellektuell anmaßend, tendiert zu rationalem Denken. Männer und Frauen, die zusammen in diesem unerträglichen „Licht“ gehen, sind in der Regel außerhalb der Reichweite unseres Dolches. Oft wird die Arbeit eines ganzen Monats dadurch untergraben, dass der Feind den Patienten durch die Intervention eines seiner Mitschädlinge aus unseren Schatten zieht.

In deinem Fall wäre dies jedoch ein Amateurfehler. Zum Glück hast du keinen gewöhnlichen Versucher als Mentor. Sogar sein kleines „Häuflein von Brüdern“ kann zu unserem Vorteil genutzt werden. Das, was bis jetzt die gewohnheitsmäßige Sünde verhindert hat, werden wir nun verwenden, um ebenjene zu bestärken. Das, lieber Neffe, ist eine köstliche Täuschung! Lass mich erklären. „Die dunkle Seite eines Hauskreises“ weiterlesen