Bei der Erziehung geht es um Wertschätzung

Parenting Is About Treasuring  von Ryan Lister, Veröffentlicht am 13. Mai 2020, übersetzt von Elisabeth Sovkov mit freundlicher Genehmigung von Desiring God (download als .pdf)

Jeder sucht nach Freude. Das betrifft auch unsere Kinder, liebe Eltern.

Hinter all den Sehnsüchten unserer Kinder liegt die Suche nach Freude. Es beeinflusst und leitet alle ihre Hoffnungen, Gefühle und Handlungen. Es hängt sich ihnen förmlich ans Herz. Aus diesem Grund verziehen sie auch ihr Gesicht, wenn man sie daran erinnert, dass sie ihr Dessert erst bekommt, nachdem sie ihr Gemüse gegessen haben und daran, dass ihre Welt nicht davon abhängt, noch fünf Minuten ihr Videospiel zu spielen.

Sobald wir die prägende Kraft der Freude über die Herzen unserer Kinder erkennen, sind wir auf dem besten Weg, unsere Kinder und auch unsere Rolle als Eltern besser kennen zu lernen. „Bei der Erziehung geht es um Wertschätzung“ weiterlesen

Warum will Christus, dass manche NICHT glauben?

Ein Artikel von John Piper, Why Does Christ Want Some Not to Believe, erschienen am 15.06.2020 auf Desiring God. Übersetzt von Viktor Zander, mit freundlicher Genehmigung von Desiring God (download .pdf

 – Das ist für viele Bibelleser eine verwirrende Frage, die sich am Kopf kratzen, wenn sie auf Texte wie Mt 13,13 und Lk 8,10 stoßen. Heute kommt die Frage von einem Zuhörer namens Max – eine Frage an Pastor John, der uns wieder einmal via Skype zugeschaltet ist.

„Hallo Pastor John! Können Sie mir bitte Jesu Gleichnis in Lk. 8,9-15 erklären, in welchem er Jes. 6,9 zitiert? In Jes. 6,10 sagt Gott: ‚Mache das Herz dieses Volkes fett, … damit es mit seinen Augen nicht sieht … und sein Herz nicht einsichtig wird und es nicht umkehrt und Heilung für sich findet!‘ Was mich irritiert ist, dass Gott mit voller Absicht Menschen von der Errettung fernhält, obwohl 1Tim. 2,4 feststellt, dass Gott will, dass alle Menschen Buße tun und die Errettung empfangen. Helfen Sie mir bitte, dieses scheinbare Paradox und wenn möglich Gottes Gedanken dahinter zu verstehen, wenn er bestimmte Herzen verhärtet, um sie von der Buße fernzuhalten.“ – 


In Wirklichkeit handelt es sich hier um zwei Fragen. Beide Fragen sind gut. Die erste Frage lautet: Impliziert 1Tim 2,4, dass Gottes Wunsch, dass alle gerettet werden, seine entscheidende Souveränität darüber ausschließt, wer tatsächlich gerettet wird? Wenn er also wünscht, dass alle gerettet werden, ziehen Sie dann die Schlussfolgerung, dass er keinen Anteil daran hat, auszuwählen, dass manche gerettet und manche übergangen und nicht gerettet werden? Das ist eine Frage.

Die andere Frage lautet: Was sind Gottes Gedanken darüber, oder der Zweck dahinter, wenn er in Lukas 8 verhindert, dass manche Menschen die Wahrheit sehen und gerettet werden? Lassen Sie uns also eine Frage nach der anderen angehen und sie dann miteinander verbinden. „Warum will Christus, dass manche NICHT glauben?“ weiterlesen

Eine Viertelstunde über einen drastischen Gemeindeausschluß (Apg. 8,22-23)

Auf unserer Bibelstelle haben wir über den Konflikt zwischen Petrus und Simon, dem Zauberer nachgedacht. Dabei betrachteten wir diese Punkte:

  • Petrus macht Simon die Notwendigkeit der Buße sehr deutlich
  • Dies macht er in der Gewissheit, dass der Mensch keine Buße tun will
  • Er verweist intensiv auf das Trachten des Herzens, dass eine Umkehr benötigt
  • Dabei konzentriert er sich ausschließlich auf die Harten Brocken

Buße – Aber wie?

Eine Andacht von John Piper für den 28. Januar. Übersetzt von Ruth Metzger, mit freundlicher Genehmigung von Desiring God (Download als .pdf).

Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. (1.Johannes 1,9)

So ein vages negatives Gefühl, dass du ein mieser Typ bist, ist nicht dasselbe wie Sündenerkenntnis. Sich schlecht fühlen ist etwas anderes als Buße zu tun.

Als ich heute Morgen beten wollte, fühlte ich mich unwürdig, mit dem Schöpfer des Universums zu reden. Es war ein ganz undefinierbares Gefühl von Unwürdigkeit, und ich sagte es ihm. Was jetzt?

Nichts änderte sich, bis ich bezüglich meiner Sünden auf den Punkt kam. Sich schlecht zu fühlen, kann manchmal nützlich sein, wenn es dazu führt, dass uns bestimmte Sünden bewusst werden. Aber nur so ein diffuses Gefühl, dass man ein schlechter Mensch ist, ist normalerweise nicht sehr hilfreich.

Im Nebel der Unwürdigkeit müssen sich die dunklen Säulen des Ungehorsams herauskristallisieren und klare Form annehmen. Dann können wir mit dem Finger darauf zeigen, Buße tun und um Vergebung bitten und mit unserer Evangeliums-Panzerfaust darauf zielen und sie in die Luft jagen.

Ich habe mir also die Gebote, die ich häufig breche, in Erinnerung gerufen. Die folgenden sind die, die mir in den Sinn kamen:

  • Liebe Gott mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzem Verstand und aller Kraft. Nicht 95%, sondern 100%. (Matth. 22,37)
  • Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Sei genauso eifrig bemüht, dass es ihm gut geht, wie du bemüht bist, dass es dir selbst gut geht. (Matth. 22,39)
  • Tue alles ohne Murren. Kein Murren, weder innerlich noch äußerlich. (Phil. 2,14)
  • Wirf all deine Sorgen auf ihn – so dass sie dich nicht mehr runterziehen. (1.Pet. 5,7)
  • Sag nur Dinge, die anderen Gnade vermitteln – besonders denen, die dir nahestehen. (Eph. 4, 29)
  • Nutze die Zeit. Verplempere sie nicht und trödele nicht herum. (Eph. 5,16)

So viel zu jeglicher Anmaßung von wegen großer Heiligkeit! Ich bin erledigt.

Das ist viel schlimmer als das vage Gefühl von Unwürdigkeit. Ah, aber jetzt ist der Feind sichtbar! Die Sünden sind ganz spezifisch. Sie sind aus ihrem Versteck gekommen. Ich kann ihnen ins Auge schauen. Ich jammere nicht mehr herum über meine Unwürdigkeit. Ich bitte Christus um Vergebung für die Dinge, die ich entgegen seinem klaren Gebot unterlassen habe.

Ich bin zerbrochen und habe einen Zorn auf meine Sünde. Ich möchte sie töten – und nicht mich. Ich bin kein Selbstmörder, sondern ein Sünden-Hasser und ein Sünden-Mörder. „Darum tötet alles, was zu eurer irdischen Natur gehört.“ (Kol. 3,5) „Wenn ihr aber durch den Geist die alten Verhaltensweisen tötet, werdet ihr leben.“ (Röm. 8,13). Ich möchte leben, deswegen bin ich ein „Killer“ – meiner Sünde.

In diesem Kampf höre ich die Verheißung: Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit (1.Joh. 1,9). Der Frieden ist in Sicht.

Nun fühlt sich das Gebet wieder möglich und richtig und kraftvoll an.

Eine Viertelstunde über Apg. 3,24-25

Petrus predigt mal wieder ganz typisch. Die ganz alten Geschichten Abrahams hat er genauso im Blick wie das tagesaktuelle Geschehen in Jerusalem. Für Petrus ist durch die Tat Christi eine völlig neue Zeit angebrochen.

Diesmal nutze ich die 15 Minuten um einen sehr groben Überblick über die zentrale Bedeutung des Bundes für das jüdische Volk und somit für das Verständnis des Alten Testaments zu entwickeln.

Download (rechtsklick –> link speichern unter)

Eine Viertelstunde über Apg. 1,18-20

Im Rahmen der Betrachtung über die Wahl Matthias zum zwölften Apostel sollte ich über die Verse 18-20 im ersten Kapitel der Apostelgeschichte nachdenken. Ich muss sagen, es viel mir schwer. Der Selbstmord eines Verräters machte natürlich auch den Jüngern schwer zu schaffen. Wie nah waren Sie selbst dem Abfall gewesen. So hatten sie oftmals wenig Glauben, in Anfechtungen vor allem Menschenfurcht und Gleichgültigkeit und gleichzeitig aber auch genügend Stolz um nach dem rechten Platz im Reich Gottes zu fragen. Dennoch überrascht die Autorität Petri, der hier noch vor dem Pfingstereignis zum Kreuz Christi geht, und den “Riss” Judas’ möglichst schnell heilen möchte.

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Eine Viertelstunde über Kol 3,2

 

Diesen Dienstag betrachtete ich Kol 3.2:

Leben in Christus

Kol 3,1-12 reiht sich in ein häufiges Motiv ein, dass Paulus regelmäßig in seinen Briefen bespricht: Der Gläubige ist gestorben (dem System der Sünde) und lebt nun im Geist/in Christus. (Vgl. auch Röm 6,1-14; 1 Kor 15,22; Eph 2,1-10). Insgesamt fasziniert die Dringlichkeit des Aufrufs zur Heiligung

Keine Askese

Ein “Trachten nach dem Himmlischen” ist kein Leben als Eremit oder Asketiker. Nur einige Verse davor wendet sich Paulus gegen eine “engelhafte Frömmigkeit” und ein asketisches Leben (Kol 2,16.18.21-22)

Gesalbt mit dem Geist Christi

Was ist denn überhaupt oben zu finden? Nun wir finden, Christus zur Rechten des Vaters! Aufgrund der Kürze der Zeit und der besseren Übersicht verfolge ich dieses Trachten gemäß der Ämter Christi (König/Priester/Prophet), die er auch mit uns auf gewisse Weise teilt (Vergleiche hierfür auch Frage 31 und 32 im Heidelberger Katechismus)

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